EINE WELT – EINE ZUKUNFT

Entwicklungspolitik vielfältig, lebendig, jung
  • Unter dem Motto „Make noise for the Millennium Development Goals“ rufen die Vereinten Nationen zusammen mit dem weltweit größten Verbund von Nichtregierungsorganisationen zum globalen Aktionstag gegen Armut auf. Die Millenniumkampagne der Vereinten Nationen unterstützt Bürgerinnen und Bürger bei ihren Bemühungen, die Umsetzung der Millenniumsziele von ihren Regierungen einzufordern.

    Bei den sogenannten Stand Up-Aktionstagen fordern jährlich viele Millionen Menschen dieses Versprechen ein. Im vergangenen Jahr standen weltweit 173 Millionen Menschen gegen Armut und für die Millenniumsziele auf. Damit erreichte der Stand Up 2009 nicht nur einen Guinness-Weltrekord, sondern auch eine ungeheure politische Symbolkraft.

    In diesem Jahr richten sich die Anstrengungen der UN-Millenniumkampagne insbesondere auf den Weltarmutsgipfel im September in New York. Dort treffen sich vom 20. bis 22. September die UN-Mitgliedsstaaten, um den jetzigen Umsetzungsstand der Millenniumsziele zu überprüfen.

    1. Bekämpfung von extremer Armut und Hunger
    2. Primärschulbildung für alle
    3. Gleichstellung der Geschlechter / Stärkung der Rolle der Frauen
    4. Senkung der Kindersterblichkeit
    5. Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter
    6. Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
    7. Ökologische Nachhaltigkeit
    8. Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung

    Um die Erreichung dieser Ziele messbar zu machen, legten die Verfasserinnen und Verfasser der Millenniumserklärung 20 Unterpunkte und 60 Indikatoren sowie 1990 als Basis- und 2015 als Zieljahr fest. Damit sollte es möglich sein, die Erreichung der Ziele zu beobachten und einzufordern. 189 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten am 18. September 2000 diesen Katalog grundsätzlicher, verpflichtender Zielsetzungen für alle UN-Mitgliedstaaten, u.a. die Halbierung der monetär definierten Armut.

    Die Balken werden mancherorts kürzer, aber selbst dort oft nicht schnell genug. Quelle: MDG Report 2010

    Die UN-Kampagne will die Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern an ihr Versprechen erinnern. Eine solche Erinnerung scheint durchaus nötig, wenn man die im neuesten Report vorgestellten Entwicklungen mit den hehren Zielen abgleicht (siehe Abbildung). Denn selbst, wenn in einzelnen Bereichen eine postitive Entwicklung zu verzeichnen ist, müssen zusätzliche Anstrengungen unternommen werden, um in den nächsten 5 Jahren den Zielen näherzukommen. Eine Zielerreichung mittlerweile käme einem Wunder gleich. Nichtsdestoweniger lohnt es sich aufzustehen: Stand Up vom 17. bis 19. September 2010.

    Stand Up Aktionstage: www.stelldichgegenarmut.de / www.standagainstpoverty.org
    UN-Kampagne: www.un-kampagne.de / www.endpoverty2015.org

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  • Da weiß man vor lauter Schreck gar nicht wo man zuerst hinklicken soll. Das neue Webdesign des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung quillt vor Knöpfen und Knöpfchen geradezu über. Bis alle interaktiven Elemente geladen sind, bleibt glücklicherweise ein wenig Zeit sich zu orientieren.

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  • Die 17-jährige Alena Baranovskaya aus der Ukraine produzierte in einem UNICEF-Video-Workshop im Juni 2010 dieses Video über das Stigma von HIV-positiven Kindern.

    Nirgendwo auf der Welt steigt die Rate der HIV-Neuinfektionen so stark an wie in Osteuropa und Zentralasien. Seit 2006 verzeichnen einige Regionen Russlands einen Anstieg um 700 Prozent. Etwa ein Drittel der Neuinfektionen entfallen inzwischen auf Jugendliche und junge Erwachsene; 80 Prozent der Infizierten sind jünger als 30 Jahre. Die UN schätzen die Zahl der HIV-Infizierten in Osteuropa und Zentralasien auf rund 1,5 Millionen – gegenüber 900.000 im Jahr 2001. weiterlesen...

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  • Niedlich ist er allemal, der neue Film von Thomas Balmès und Alain Chabat. Ohne Erzähler und ohne Untertitel folgt die Dokumentation vier Babys von der Geburt bis zu den ersten Gehversuchen. Ponijao, lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Opuwo, Namibia, Bayarjargal, in der Nähe von Bayanchandmani in der Mongolei, Mari in Tokyo, Japan und Hattie in San Francisco, USA. Die Filmemacher versuchen, die Gemeinsamkeiten herauszustellen, die Lernprozesse chronologisch aneinanderzuschneiden. Das Fehlen der Kommentare verstärkt die Erzählweise aus Perspektive der Kleinkinder. Es gibt viele schöne und zum Teil ulkig-komische Szenen.

    Allerdings sind sowohl die Auswahl der Protagonisten und Schauplätze (armes, ländliches Milieu in Entwicklungsländern, urbane Mittelschicht in Industrienationen), als auch die romantisierende und verklärende Weltsicht durchaus kritikwürdig. weiterlesen...

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  • “Alle für EINE WELT – EINE WELT für alle” entstand 2003 auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und fand bislang alle zwei Jahre statt. Seit  2005 stand der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik unter der  Schirmherrschaft von Horst Köhler. Am 23. Juni 2010, eine Woche vor der Wahl des neuen Bundespräsidenten, fand im Schloss Bellevue die Abschlussveranstaltung statt. Ohne Bundespräsidenten, denn Horst Köhler hatte Ende Mai überraschend seinen Rücktritt erklärt. Inzwischen ist der neue Präsident gewählt und es wird sich zeigen, ob Christian Wulff den Schulwettbewerb fortführen wird.

    Insgesamt hatten sich 12.000 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligt. Die Wettbewerbsrunde stand diesmal ganz im Zeichen einer gereimten Alliteration: „Unsere Welt erhalten – unsere Zukunft gestalten!“ Hans-Jürgen Wolff vom Bundespräsidialamt und Gudrun Kopp vom BMZ zeichneten die diesjährigen Gewinner aus. weiterlesen...

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  • Die neue staatliche Entwicklungsorganisation, die vermutlich den Namen “Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit” tragen wird, soll ihren Hauptsitz ausschließlich in Bonn haben. Das geht nach Angaben der Nachrichtenagentur epd aus den neuesten Plänen des Entwicklungsministeriums hervor.

    Die neue Organisation soll ihre Arbeit nach dem Zusammenschluss von Deutscher Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Deutschem Entwicklungsdienst und der Weiterbildungsgesellschaft Inwent Anfang 2011 aufnehmen. Zwar müssten sich die kleineren Organisationen DED und InWEnt in den rechtlichen Rahmen der GTZ fügen, allerding scheint nun die Eschborner GTZ insgesamt nach Bonn umzuziehen, wo die anderen Institutionen und das Ministerium ihren Hauptsitz haben.

    Minister Niebel will nach eigenen Angaben die Entwicklungshilfe durch die Reform effektiver machen. Kritiker wenden ein, dass sich bei Niebels Plänen der grundsätzlich gemeinnützige Gedanke der Entwicklungszusammenarbeit zukünftig den deutschen Unternehmensinteressen unterordnen werden müsse.

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  • DED, GTZ, InWEnt und KfW organisieren im Auftrag des BMZ eine Live-Übertragung des WM-Vorrundenspiels Nigeria gegen Südkorea und laden in diesem Rahmen zu einer Podiumsdiskussion ein:

    Fußball und Entwicklung in Nigeria und Südkorea

    Kann Fußball ein Entwicklungsmotor sein?
    Ist das internationale Sportgeschäft  Chance oder Risiko für Talente aus Entwicklungsländern?

    Es diskutieren:

    • Ojokojo Torunarigha, ehemaliger nigerianische Nationalspieler und heutige Trainer
    • Markus Han, Betreuer der südkoreanischen Nationalelf in Europa und Spielerberater
    • Andreas Mehler, Leiter des Instituts für Afrika-Studien GIGA
    • Eric J. Ballbach, Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin.
    • Moderation: Volker Wieprecht und Robert Skuppin, radioeins

    Dienstag, 22. Juni 2010
    Diskussion: 18:30 Uhr / Anpfiff: 20:30 Uhr
    Kalkscheune Berlin weiterlesen...

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  • Die Weltbank ermöglicht seit dem 20.4.2010 öffentlichen Zugriff auf umfangreiche Datensätze, die bisher nur zahlenden Abonnenten zur Verfügung standen. Die Datenbank enthält statistische Daten zu den Bereichen Bildung, Gesundheit, Armut, Umwelt, Wirtschaft und Handel.

    Die Entscheidung der Weltbank könnte dazu beitragen, dass sich zukünftig Wissenschaftler, Journalisten, NGOs, Unternehmer aber auch Schulkinder leichter einen eigenen Überblick über die Entwicklung der Welt verschaffen können. Die Website steht in vier Sprachen zur Verfügung – englisch, französisch, spanisch und arabisch – und ist durchaus benutzerfreundlich gestaltet. Man kann vorstrukturierte Informationen zu Ländern, Themen und Indikatoren abrufen oder sich selbst durch die gesamte Datenbank klicken. Auch die Visualisierungen scheinen auf den ersten Blick sehr übersichtlich und gelungen. weiterlesen...

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  • Das Bündnis erlassjahr.de hat im Rahmen der Kampagne 2009 mehr als 18.000 Unterschriften für die Einführung eines fairen und transparenten Insolvenzverfahrens für Staaten gesammelt. Am 14. April 2010 wurden die Unterschriften im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz übergeben.

    Beerfeltz betonte das Interesse der Regierung an der Einführung eines transparenten Entschuldungsverfahrens und die Unterstützung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Gäste von erlassjahr.de, Fanwell Bokosi vom afrikanischen Entschuldungsnetzwerk AFRODAD und Hugo Arias vom lateinamerikanischen Partnernetzwerk LATINDADD, begrüßten den Beitrag Deutschlands in der Diskussion um ein internationales Insolvenzverfahren. weiterlesen...

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  • Die von Entwicklungsminister Dirk Niebel geplante Reform der deutschen Entwicklunszusammenarbeit soll deren Zersplitterung beenden, ihre Effektivität erhöhen und die Steuerungsfähigkeit des Ministeriums verbessern. Die betroffenen Durchführungsorganisationen unterstützten den Reformprozess, erklärte Niebel bei der Veröffentlichung des Zwischenberichtes Ende März. Es gebe keine grundsätzlichen Hindernisse für eine Vollfusion “auf Augenhöhe” der drei Institutionen, und in vielen Kernpunkten der Reform herrsche bereits Konsens.

    Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden haben wir die Selbstdarstellungen der Organisationen sprachlich analysiert. Dafür benutzten wir die Über-uns-Darstellungen von DED, GTZ und InWEnt, wie sie auf den zugehörigen Webseiten präsentiert werden. Das Analysewerkzeug Wordle filterte anschließend die 15 wichtigsten Begriffe heraus. Die Größe der Wörter gibt an, wie oft sie in den entsprechenden Texten vorkommen. Die Farben lassen Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen.
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