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Tag der Menschenrechte: Sacharow-Preis 2009 geht an Memorial

Der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember erinnert an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet worden ist.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, FIDH und Human Rights Watch nehmen diesen Tag jedes Jahr zum Anlass, um die Menschenrechtssituation weltweit ins öffentliche Bewusstsein zu rufen und um auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen.
Das Europäische Parlament verleiht rund um diesen Tag jährlich den Sacharow-Preis. In diesem Jahr geht der Preis an die russische Bürgerrechtsorganisation „Memorial“ sowie deren Mitarbeiter Oleg Orlow, Sergei Kowaljow und Ljudmila Alexejewa, stellvertretend für alle russischen Menschenrechtler.
„Mit der Auszeichnung von Oleg Orlow, Sergei Kowaljow und Ljudmila Alexejewa stellvertretend für Memorial und alle anderen Menschenrechtsverteidiger in Russland hoffen wir dazu beizutragen, dass der Kreislauf aus Furcht und Gewalt, mit dem sich Menschrechtler in der Russischen Föderation konfrontiert sehen, durchbrochen wird.” Mit diesen Worten begründete Parlamentspräsident Jerzy Buzek die Auszeichnung für die Organisation Memorial, die sich um die Aufarbeitung des Stalinismus bemüht und für Grundfreiheiten und Demokratie in Russland einsetzt.
Die feierliche Preisverleihung findet am 16. Dezember in Straßburg statt.
Am 14. Dezember organisiert das Europäische Parlament auf seiner Facebook-Seite einen Web-Chat mit Oleg Orlow.Tags: Amnesty International, Europäisches Parlament, FIDH, Human Rights Watch, Memorial, Menschenrechte, NGO, Russland
