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BMZ. HWZ. Niebel. Personalpolitik und der Geist im Haus

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel verteidigte am Freitag, 19.02.2010, in einem Interview im Deutschlandfunk, die Personalpolitik in seinem Haus. Er habe Stellen mit kompetenten und geeigneten Mitarbeitern besetzt und dabei nicht auf das Parteibuch geachtet. Es komme außerdem nicht zu einer Militarisierung der Entwicklungspolitik, die einige Kritiker ihm vorwerfen und einige Hilfsorganisationen befürchten. Die neuerliche Ernennung von Friedel Eggelmeyer, einem ehemaligen Oberst der Bundeswehr, zum Leiter der Abteilung 03 des BMZ und damit zuständig für Nordafrika, Nahost und Afghanistan, sei vielmehr ein Zeichen dafür, dass das Ministerium breiter aufgestellt sei. Insbesondere in Afghanistan, “dort wo die Bundeswehr Verantwortung für die Sicherheit trägt”, sei es “sehr klug, wenn man die gemeinsame Sprache spricht.”
Der neue Minister äußerte sich außerdem zur Zusammenarbeit in seinem Haus, das seine Partei vor der Bundestagswahl noch abschaffen wollte. Er habe ein Haus übernommen nach elf Jahren von Frau Wieczorek-Zeuls Führung, “wo ich mir mehr Sorgen gemacht habe, dass dieser Geist aus jeder Pore herauskommt, musste aber zum Glück feststellen, dass es sich um hoch kompetente, qualifizierte und sehr motivierte Mitarbeiter handelt.”
Es bleibt abzuwarten, auf welchem Wege auch hausintern eine gemeinsame Sprache gefunden werden kann und welche dies sein wird. Das Interview gibt durchaus Aufschluss darüber.
Das gesamte Interview zum Nachlesen oder Nachhören gibt es bei www.dradio.de.
Tags: Afghanistan, BMZ, Dirk Niebel, Entwicklungspolitik, Friedel Eggelmeyer, HWZ
