Entwicklungspolitik vielfältig, lebendig, jung
  • Die Mauer im Koffer? Deutsch-deutsche Solidaritätsarbeit in Nicaragua.

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    Einladung zum Fachgespräch am Donnerstag, 11.3.2010, in Berlin.

    • Willi Volks, INKOTA-netzwerk
    • Dr. Herrmann Schaller, erster Direktor Carlos-Marx-Hospital Managua
    • Klaus Heß, Infobüro Nicaragua, Wuppertal
    • Moderation: Erika Harzer, Autorin und Filmemacherin
    • Begrüßung: Peter Stobinski, Ratsvorsitzender der Stiftung Nord-Süd-Brücken

    Vor über 20 Jahren fiel nicht nur die Mauer in Berlin. Ein paar Monate später wurde in Nicaragua die sandinistische Revolution abgewählt. Linke und InternationalistInnen aus Ost und West waren geschockt und sprachlos. Schließlich hatte es mit dem kleinen mittelamerikanischen Land, seiner Befreiung von der Somoza-Diktatur, der sandi-nistischen Revolution und dem Aufbau bzw. der Verteidigung des sandinistischen Projektes eine beispiellose Solidarität gegeben – in Ost und West!

    Erika Harzer und Willi Volks haben 2009 unter dem Titel „Aufbruch nach Nicaragua. Deutsch-Deutsche Solidarität im Systemwettstreit“ ein Buch herausgegeben, in dem sehr viele unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen: aus dem breiten Spektrum westdeutscher Solidaritätsgruppen von Gewerkschaften bis Antiimperialisten und aus dem eher bipolarem Spektrum starker staatlicher Solidarität und zarter Basisgruppensolidarität in der DDR. Die Herausgeber hofften, dass in der Solidaritätsarbeit und im fernen Nicaragua die Grenze überwunden wurde, mussten jedoch bald feststellen, dass die Mauer im Kopf wohl mitreiste.

    Im Rahmen einer Spurensuche soll in dem Gespräch und der anschließenden Diskussion beleuchtet werden, was die systemübergreifende Faszination für Nicaragua ausmachte, wer mit wem zusammengearbeitet hat, warum man selbst so wenig miteinander zu tun hatte und welche Spuren im Land und der eigenen Geschichte hinterlassen wurden. Im Lichte der Erfahrungen der Nicaragua-Solidarität und des Mauerfalls soll auch heraus-gearbeitet werden, was heute Kriterien für Solidarität bzw. für die Bewertung eines emanzipatorischen Projektes sein können.

    Die Stiftung Nord-Süd-Brücken lädt ein, zuzuhören und mitzudiskutieren!

    Im Anschluss an das Fachgespräch besteht die Möglichkeit zum „Breiten-gerechten“ Imbiss und Umtrunk!

    Am 11.03.2010, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
    Haus der Demokratie, Havemann-Saal
    Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg

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