Angst vor Linksbündnis – warum eigentlich?

Zur Landtagswahl in Niedersachsen, wie schon zur Bundestagswahl, macht die CDU/CSU wieder Angst – vor einem Linksbündnis. Ohne Angabe von Gründen.

Die Welt kommt nicht weiter weil die konservativen Kräfte vor Angst haben. Sie sind selbst auf ihre Sprüche reingefallen. Sie verdrehen die Wahrheit und hauen mit Worthülsen um sich, um an der Macht zu bleiben! Und wie schon zur Bundestagswahl warnen sie mit einer weiteren Worthülse vor dem Linksbündnis.

Babelberger Horrorkreatur

Doch diese vermeintliche Warnung ist nur Angstmacherei! Denn kein Argument von diesen Leuten stützt diese Aussage. Es heißt nur, wir verhindern ein Linksbündnis. Was die Motivation ist, ist klar – der Machtverlust. Aber es gibt kein Diskursargumente dafür, weil sie keine haben?

Ein praktisches Beispiel: Seit Jahren schüren die Konservativen (CDU und CSU) die irrationale Angst vor dem Fremden. Obwohl der Mensch von Natur aus neugierig ist, wird er durch die unzähligen Angstmachereien skeptisch. Die Fremden und der Terror funktioniert am Besten. Und eine kürzlich erschienene Studie fand heraus, dass die Angst vor dem Terror die Hauptsorge in Deutschland sei.

In Westeuropa, so diese Studie, starben 2015 etwa 150 Menschen bei Terroranschlägen – vor allem in Paris. Jedes Opfer ist zuviel, aber das ist wenig im Vergleich mit den Verkehrstoten jedes Jahr. Allein in Deutschland starben 2015 fast 3.500 Menschen im Straßenverkehr. In der ganzen EU starben 26.000 Menschen im Straßenverkehr bei Unfällen.

Wer hat jetzt Angst vor dem Autofahren? Sicherlich das ist unbeabsichtigt, doch aus der Makroperskeptive könnte man, wegen unterlassener Änderungen, auch von fahrlässigem Verhalten reden.

Die Statistiken dazu findet man ganz schnell über Google, man muss nur mal seine Komfortzone bei Facebook verlassen. Selbst der letzte müsste doch nun verstanden haben, dass das, was einem da angezeigt wird, ausgewählt ist und nicht die wirkliche Welt darstellt. Wenn man jeden Tag eine Aussage hört oder wie bei Facebook liest, glaubt man sie halt irgendwann.

Das funktionierte im Dritten Reich und es funktioniert auch heute. Obwohl man heute recht schnell, dank des Internets, auch an seriöse Nachrichten kommt.

12. Oktober 2017 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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