Bakterieller Pflanzenbefall

Was kann man tun, wenn es sich um Bakterien handelt, wenn Pflanzen krank sind?

Was man gegen Pilze, die weitaus häufiger vorkommen, machen kann – habe ich bereits im Artikel “Pflanzen biologisch gegen Pilze schützen” beschrieben. Es gibt verschieden Arten sich der Krankheiten im Florabereich zu nähern, wobei Vorsorge immernoch am besten ist. Dabei spielt Biodiversität eine Rolle und es gibt natürlich pflanzliche Wirkstoffe – aber auch Insekten können helfen. Gerade bei Kräutern gibt es Paare, die Schädlinge abhalten.

Schnecke

Schnecke

Die Krankheit, die durch Bakterien hervorgerufen wird, nennt sich dann Bakterioseum – und sind eher selten anzutreffen. Da es kein Antibiotika für Pflanzen gibt, nur von Pflanzen wie beim Knoblauch, muss man sich anders behelfen.

Der Feuerbrand ist eine sehr problematische Pflanzenkrankheit und ist meldepflichtig. Der Name kommt vom Aussehen der Pflanzen, die er befallen hat. Die Blätter und Blüten von Bäumen und Sträuchern sehen aus, als wären sie verbrannt. Die betroffenen Stellen bilden eine Art Schleim aus, was es von dem Monilia-Pilz unterscheidet. Letztlich muss es aber ein Profi bewerten. Abhilfe schafft die Vorsorge: Nicht zu viel Stickstoff, keine Staunässe und nicht zu viel düngen.  Wenn es dann soweit ist, unter der Pflanze mulchen und nur bei trockenem und kaltem Wetter bescheiden. Der Abstand kann auch gut einen halben Meter zur Stelle betragen. Die Reste verbrennen und das Werkzeug desinfizieren.

Die bakterielle Nassfäule kommt eher selten vor – vor allem bei Kartoffeln, Sellerie, Lauch und Tomaten. Erkennbar ist es, wenn sich um die Pflanzenwunde eine feuchte Stelle bildet. Diese weitet sich schnell aus und beginnt zu faulen und zu stinken. Irgendwann platzt es auf. Hier hilft dann nichts mehr! Der Boden sollte gekalkt und der Boden entwässert werden. Vor allem Schnecken tragen die Krankheit weiter und diese sollte man aufhalten.

Der Bakterienbrand zeigt sich nicht selten an Kirschen, kann aber auch Laubbäume befallen. Die Krankheit verursacht eine Art Brandstellen, aus denen das Harz herausläuft. Die Blätter werden gelb und Triebe gehen ein. Die Infektion breitet sich durch Wasser aus. Dagegen kann man den Baumstamm im Herbst mit einer Mischung als Kalk und Kupfer bestreichen .Das desinfiziert und schützt vor Verletzungen. Außerdem sollte man Wudnen generaell vermeiden und nur in Sommer bei trockener Wetterlage wässern. Die befallenen Stellen großräumig entfernen und verbrennen.

25. Januar 2018 in Kultur & Zuhause, Natur

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