Braucht es noch Papier im Zeitalter der Roboter?

Die Welt von Morgen sieht eine dichte Digitalisierung vor, braucht es dafür noch Papier?

In alten Filmen und noch vor ein paar Jahren hatte das sicherlich eine Wahrheit für sich: Mit einem Verlag verdient man viel Geld. Man braucht zwar auch viel Geld um einen Verlag zu gründen, aber wer einen Verlag sein Eigen nannte, hatte es geschafft. Heutzutage verringert sich die Zahl der Verlagshäuser und das obwohl wir verstärkt im Informationszeitalter leben. Neben der Sprache, wird sich auch das Schreiben wird sich ändern.

Stapel Papier

Das mag seinen Grund im Wandel der Werbung haben und des größer werdenden Anteil des Internets beim Einzelhandel. Google ist schließlich damit groß geworden und verfügt mit Google Adsense über das größte Werbeportal der Welt. Ich will mich da nicht rausnehmen, denn auch ich binde Adsense ein, wie man sieht.

Die neugewonnene Bequemlichkeit ist einer der Vorteile, die die digitale Welt bietet. Da wäre das große Feld des Umweltschutz. Nicht nur weil das Smart-Home Energie sparen kann, ob der Effektivität, sondern auch, so mein Gedanke, wegen der Reduktion des Papierverbrauchs.

Die analoge Form ist und bleibt vorhanden, jedoch werden eigentlich keine Briefe mehr verschickt, sondern vor allem Emails. Davon gibt es allerdings mehr, als Brief – sei es auch Werbung – zuvor. Aber tatsächlich ist der Papierverbrauch gestiegen – und zwar weltweit.

Der WWF schätzt den Anstieg des Papierverbrauchs zwischen 2006 und 2012 auf ein Plus von 110 Millionen Tonnen Papier. Der Papierverbrauch ist außerdem der Hauptgrund für die Reduzierung des Waldes weltweit. Recycling wird oft als die Lösung gehandelt und in Deutschland betrifft das immerhin 80 Prozent des Papiers. Da habe ich mich wohl geirrt.

Der Grund liegt wohl auch in der gesteigerten Produktion von Werbung, also in digitaler Form. Und man denke an den ungebremsten Erfolg der Visitenkarten. Im Internet finden sich viele Online Druckereien, wie beispielsweise viaprinto, und deren Produkte sind auch überall zu finden. Viele Werbetreibende setzen halt weiterhin auf Druckerzeugnisse und Hersteller wie Viaprinto widerstehen dabei dem gesellschaftlichen Druck. Denn dabei gibt es eine große Auswahl an Produkten, die von Flyern über Bücher bis zu Papiertaschen reicht. Letzteres macht sich auch gut, wenn man einkaufen will und keine Plastiktüten verwenden will, die ja bekanntlich auch nicht gerade umweltfreundlich sind. Die Aufdrucke kann man sich natürlich selbst ausdenken und der Kreativität freien Lauf lassen. Derart kann der Sache seinen individuellen Touch verleihen. Viele nutzten das ja bekanntlich auch als Ausdruck ihrer Individualität. Und dass das Telefonieren gar nicht so beliebt ist, zeigte eine gerade erst veröffentlichte Studie.

Papier hat für viele Menschen einen überdauernden Wert und steht für Haltbarkeit. Und schließlich geht es nicht verloren durch ein ungeplantes Ende der Festplatte – dafür brennt es aber. Und die NSA kann kaum mitlesen, es sei denn man hat eine Kamera eingebaut – sei es im Handy oder im TV.  Schließlich nutzte man auch im Bundestag eine alte Schreibmaschine, die als Sicher vor Hackingangriffen galt.

Und by the way: Derzeit wird ja sogar über die Abschaffung von Bargeld nachgedacht, auch das mag Gewohnheit sein – doch es ist auch eine Form von Freiheit im Sinne des „Nicht-Überwacht-Werdens“, denn den elektronischen Geldverkehr kann man überwachen – wann man was und vor allem wo gekauft hat.

Das Papier wird in Zukunft sehr wichtig bleiben. Ob das auch die Zeitungen betrifft, bleibt fraglich. Denn Aktualität kann das Papier eben nur im Augenblick des Drucks besitzen.

2. Mai 2017 in Story-Kommentar
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