Braucht man ein Gemeinschaftskonto?

Ein Gemeinschaftskonto wird vor allem von Pärchen genutzt – denn mindestens zwei Personen können darauf zugreifen.

Im Prinzip ist ein Gemeinschaftskonto nichts anderes, als ein normales Girokonto, auf das eben mehrere Menschen zugreifen können. Um es nutzen zu können, muss vom Kontoinhabenden, oder halt der Person, die es eröffnet hat, eine Vollmacht erhalten.

Geld auf Waage

Die Mehrheit aller Partnerschaften nutzen ein solches Konto und im meinem Umfeld sind die Leute recht glücklich damit. Zumeist wird es genutzt um die Miete und Einkäufe und dererlei mehr zu zahlen. Es bleibt jedoch zu empfehlen, immer auch ein eigenen Konto zu behalten. So zahlt jede Partei in der Beziehung – meist anteilig zum Einkommen –  einen Beitrag auf das Gemeinschaftskonto.

Die Leute, die dort eingetragen sind, sind gleichberechtigt bei der Nutzung und beim Ausgleich. Das bedeutet, dass beide mit ihrem vollen Kapital für das Konto haften, das juristisch als Gesamtgläubiger oder als Gesamtschuldner bezeichnet wird.

So kann ein Mitglied der Kontogemeinschaft das Geld abheben und damit auch Schulden machen. Das sollte man vorher in Erfahrung bringen und wenn möglich vielleicht begrenzen. Tatsächlich hört es oftmals bei der dreifachen Menge dessen auf, was man monatlich einzahlt. Wobei die Überziehung des Kontos nicht mit einem Kredit zu vergleichen ist, denn dazu ist man mit dem Konto nicht berechtigt.

Daher bedarf es natürlich aber auch eines gewissen Vertrauens unter den Kontomitgliedern. Jedoch hat die Person, die es eröffnet, das Recht den anderen rauszukicken, soweit ich das richtig mitbekommen hab. Es gibt auch die Möglichkeit, das Konto so einzustellen, dass man immer gemeinsam alle Überweisungen tätigt, jedoch macht das ja wenig Sinn.

Bei solchen Ehekonten erschließt sich vieles sogar aus stillschweigender Hinnahme. Das bedeutet, die Bank geht davon aus, dass beide abheben können, weil sie es ja tun. Ja, auch so etwas gibt es im deutschen Recht 😀

Jetzt muss man nur noch eine Bank finden, wo es auch noch ein paar Zinsen gibt. Hier sollte man vor allem auf Neukunden-Angebote achten, da kriegt man wenigstens für ein paar Monate noch ordentliche Zinsen.

Wenn man dazu die Konditionen verschiedener Gemeinschaftskonten in einer Vergleichstabelle vergleicht, sind die obersten Angebote zumeist die besten. Allerdings sollte man auch die Vergleichstabellen vergleichen 😉 Die verlinkte Seite empfiehlt die DKB Bank, da man dort keine Kontogebühr zahlt und eine kostenlose Kreditkarte bekommt, mit der man weltweit Geld abheben kann und zwar für umme. Jedoch bieten andere Anbieter auch Prämien – zum Teil bis zu 100 Euro an. Also investiere da mal wieder ein paar Stunden und vergleiche die Bedingungen. Ja, das ist anstrengend, aber dafür belohnt man sich mit einem ausgeglicheneren Haushalt 😉

Übrigens was den Aktienhandel angeht, so sind Wertpapiere nicht gesamtverantwortlich bei einem solchen Konto. Während beide auf das Depot zugreifen kann, betrifft das nicht die erworbene Aktien.

11. September 2015 in Kultur & Zuhause, Story-Kommentar, Wirtschaft

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