Computer kauft Aktien | Kurz vor Crash

Der Aktienhandel wird durch Computer gestützt, das ist nichts Neues. Was für mich allerdings neu war, dass diese vollautonom reagieren. Diese Tatsache hat den Finanzmarkt beinahe in den Abgrund gestürzt.

Aktien billig einkaufen und teuer verkaufen, das ist die Idee des Börsenhandels – mal ganz platt ausgedrückt. Die Idee ist eigentlich auch so simpel, dass man das dem Computer beibringen kann, der automatisch Geld erzeugt – wenn alles gut läuft. Schließlich ist es eine Spekulation und keine Wissenschaft.

supercomputer der nasa

Computergestützter Aktienhandel

Man speist also einen Algorithmus ein und dieser reagiert auf vorprogrammierte Kriterien. Wenn ein Kurs also hoch geht kauft man ihn und verkauft ihn, wenn er noch höher steht. Dabei ist die Gewinnspanne abhängig von der Anzahl an Ordern die man abgibt und die selbst auch wieder einen Einfluß auf den Aktienmarkt haben.

Nun hat man einen solchen Computer programmiert und er kauf und verkauft Aktien vollautomatisch. Um diese Datenmenge zu berechnen bedarf es eines Supercomputers, der dann aber binnen eines Wimpernschlags etliche Order kaufen und verkaufen kann. Während man als normaler User mit Internetzugang einen Klick macht, hat der Rechner schon hunderte gemacht. In der „Welt“ steht etwas von 250 Handelsaufträge pro Sekunde. Nur wenige Großhändler, können sich einen solchen Computer zulegen.

Schweden und der computerisierte Aktienhandel

Auf dem Aktienparkett in Stockholm hat ein solcher Computer den Handel stark erschüttert. Ein Computer hat eine Order für 460 Billionen schwedischen Kronen (also mehr als 53 Billionen Euro) abgegeben, das entspricht mehr als dem 130-fachen des BIP Schwedens. Warum es so weit kam, ist bisher noch nicht geklärt.

[Bildrechte bei NASA Goddard Space Flight Center via Flickr / CC-Lizenz]

7. Dezember 2012 in Börse, Wirtschaft

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