CSU – Spalter | Historie der bayrischen Partei

Der CSU sollte man das Soziale und womöglich auch das Christliche streichen oder wie man beim „Leben des Brian“ rief: Spalter!

Die CSU will wieder mal am rechten Rand fischen, dafür trifft man sich sogar mit M. le dictateur, wie Jean-Claude Juncker einst den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán nannte. „Joa, isch denn scho Wahlkampf?“, könnte man meinen, aber darum geht es nicht.

CSU Bayern

Die CSU ist meines Empfindens nach ein spießiger Alt-Herren-Verein, der m.E. unglaublich viel Dreck am Stecken hat. Schauen wir mal auf deren Geschichte und das was raus gekommen ist.

Schon CSU Vorzeige-Mann Franz Josef Strauss, dessen 100. Geburtstag neulich mit Pomp gefeiert wurde, hatte viel auf dem Kerbholz. Angela Merkel blieb dieser Jubiläumsfeier fern! Er war Verteidigungsminister und Finanzminister in der Bundesrepublik. Bekannt ist inzwischen seine Korruption, die Starfighter Affäre, sein illegales Vorgehen in der Spiegel-Affäre, was seinen Rücktritt erzwang. Gut, Adenauer war damals mit von der Partie, aber ausführen ließ es der alte Strauss – auf den die CSU sooo stolz ist.

Und wie war das mit dem Skandal um illegale Beschäftigung als Scheinselbstständige, verursacht von Georg Schmid, dem Fraktionsvorsitzenden der CSU?  Wie war das mit der Wahlfälschung in Dachau, wo die Wahl offensichtlich zu Gunsten der CSU manipuliert wurde? Und das auch noch so plump, dass Wolfgang Aechtner von der CSU auffiel, weil er immer denselben Kugelschreiber benutzte?!

Dann war da doch noch die Modellauto-Affäre, wobei der (inzwischen Ex-) Chefin der CSU Staatskanzlei, Christine Haderthauer, Betrug vorgeworfen wird. Ich kann gerade keine weiteren Fälle nennen, aber ich bin mir sicher, dass die Liste nicht erschöpfend ist.

Die CSU ist mittelalterlich – alles was von denen stammt ist purer Egoismus, der keinem weiter hilft – nicht ein mal Bayern selbst. Was fordern die nochmal?

Wie war das mit dem Atommüll, den man über Jahrzehnte als das Tollste und Beste ansah. Wie sagte das Vorbild der CSU so schön bezüglich den Demonstrierenden gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf? Mein Lieblingszitat von ihm: „Ihr seids a ganzer Landstrich Verbrecher!“. Das sagte ja der Richtige! Sein Nachfolger, der Herr Seehofer, sieht darin aber keinen Grund, dass man den atomaren Dreck in Bayern zu stationieren. Nö, warum auch – nur weil die CSU Feuer und Flamme für die Technik war – und auch damals war schon klar, dass man nicht weiß wohin mit den radioaktiven Abfällen! Man dachte wohl einfach: He – in der Zukunft wird sich schon was ergeben – bis dahin bin I doch a eh scho dod! Nach mir die Sintflut!

Wie war das mit den Stromtrassen? Nee, die sehen ja hässlich aus. Aber den Atommüll wollen wir auch nicht. Da sprach der bayrische Löwe: Es soll ein anderer Ausbaden. Gut Gebrüllt, lobte der Stammtisch.

Und wie war das mit der Stammtisch-Maut-Schnapsidee? Ach ja, das Prestigeprojekt ist nicht legitim. Es widerspricht den EU-Regeln und liegt auf Eis. Fraglich ob es nicht sowieso mehr gekostet als eingebracht hätte. Aber das ist der CSU doch egal, es geht ja ums Prinzip. Schließlich ist man in Bayern katholischer als der Papst!

Was noch: Ach ja, die Flüchtlingspolitik. Auf Druck von Seehofers CSU Stammtischpartei hatte man die Grenzen geschlossen. Das half was nochmal – achja, gar nichts. Aber die CSU hat mal wieder ihren Willen gekriegt. Ja, man baute sogar extra Flüchtlingsheime – für die Flüchtlinge zweiter Klasse – in Bayern.

Und die sogenannte Herdprämie ist ebenfalls gefallen. Das Projekt der CSU, die Frau wieder in Küche zu bringen, wo sie ja nach deren Ansicht offensichtlich hingehört, ist gescheitert.

Und weil die CSU auch nicht einsehen will, dass das hart erwirtschaftetes Geld der Bayern abgeben sollen, fordern sie eine Reform des Länderfinanzausgleichs. Dieser dient dazu, dass in Deutschland ungefähr immer gleich viel Wohlstand herrscht. Offensichtlich hat man in Bayern vergessen, dass man in den 60er Jahren kein gebendes Land war! Nein! Damals hat man ordentlich kassiert aus dem Länderfinanzausgleich.

Und erinnerst Du Dich noch an den Protest gegen den Mindestlohn mit der ewig gleichen Leier von der Gefahr der Arbeitsplätze. Und kam es so? Kam es jemals so, wenn die CSU oder die CDU oder ein Konzern damit gedroht hat?

Und dann noch Viktor Orbán. Meine Güte – das spricht doch echt Bände. Mehr als tausend Worte über die CSU sagt die Verbrüderung zwischen Seehofer und Orbán aus. Man hat wohl ähnliche, rechtspopulistische Ansichten und schließlich sind es ja auch Christen.Gemeinsam kann man einen neuen populistischen, braun angehauchten Dreck durch den Äther werfen: Die islamische Flut der Abermillionen.“ Ich frage mich, ob das nicht schon den Strafbestand der Volksverhetzung erfüllt?

Die CSU würde wohl am Liebsten auch einen Zaun bauen – um ganz Bayern herum. Dann sind sie endlich sicher … und wir die CSU endlich los! Denn wie heißt ein Slogan der CSU: „Wer betrügt der fliegt“.

CSU – Christlich? Sozial?

Die CSU polarisiert – das ist offenbar. Die Union ist inzwischen (vielleicht auch nicht inzwischen) selbst bei der Schwesterpartei CDU nicht wirklich beliebt.

Was ist Christlich. Nun meine Bibelstunden liegen schon etwas zurück, doch glaube ich zu wissen, dass sich das Christentum vor allem auf das Neue Testament bezieht. Also alles was so mit Jesus zu tun hat. Jesus Eltern waren arm und auf der Flucht – nach Ägypten, wie es in der Bibel so steht. Also Flüchtlinge! Wie christlich ist es denn, die Flüchtlinge auszuschließen? Die antiken Griechen glaubten, dass sie zu jeder Person nett sein müssten, weil sie nie wissen konnten, ob es nicht in Wahrheit ein Gott ist, dem sie begegnen. Den Rest kann man sich denken 😉 Aber im Mittelalter hat man es mit den eigentlichen Werten ja auch nicht so genau genommen und da will die CSU ja m.E. schließlich hin…

Was ist sozial? Schauen wir ins Wörterbuch, dann steht da sinngemäß: Sozial ist ein Synonym für gemeinnützig. Andere Synonyme wären beispielsweise:  barmherzig, fürsorglich, gemeinnützig, gesellschaftlich, hilfsbereit, karitativ, mitmenschlich, uneigennützig, wohltätig… Keines dieser Wörter kann ich mit der CSU in Verbindung bringen – außer natürlich intern. Das nennt man aber Günstlingswirtschaft – was im Mittelalter ebenfalls sehr populär war. Der alte Aristoteles sagte einmal (sinngemäß) es gäbe zwei Arten von Menschen: Den Zoon Politicon, der Mensch der sich zum Wohl der Gesellschaft verhält und den anderen Part. Für die Egoisten hatte Aristoteles ein Wort, das noch heute unter neuer Bedeutung bekannt ist: Idiotes – obwohl es ja eigentlich immer noch zu trifft. Der Idiotes ist eigentlich ein Privatmensch, Laie und wird von Aristoteles zum politisch aktiven Menschen, im Sinne der Pro-Gemeinschaft (also Polis).

Oftmals wird Bayern mit der CSU und die CSU mit den Bayern gleichgestellt, wollen die Menschen in Bayern denn wirklich dieses Image? Die rechtspopulistischen CSUler sind Spalter, sie polarisieren – und das um an der Macht zu bleiben. Sie kleben an der Macht und spätestens dann ist es Zeit, die Macht zu verlieren! Wenn die Rechnung serviert wird, sollte die CSU in Bayern nur noch die Oppositionsbank drücken oder am Besten, sollte man ihre eigenen Maßstab auf sie anwenden. Sie müssen (Hoch)Deutsch lernen, werden dabei überwacht und nicht zu vergessen: Wer betrügt der fliegt … Nur ein Scherz!

25. September 2015 in Politik & Medien, Story-Kommentar

One Response to CSU – Spalter | Historie der bayrischen Partei

  1. rolf 26. September 2015 at 19:25 #

    Was ist mit dem N-Wort des bayrischen Innenminister?

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