DAX im Seitwärtstrend im Juni?

Der Mai endete mit einem Seitwärtstrend. Wie wird wohl der Juni weitergehen?

Der DAX steigt heute morgen bei 12.614 Punkten ein – was  ein leichtes Plus von etwa 0,1 Prozent ausmacht. In der letzten Woche ist der DAX eher seitwärts gelaufen, es waren wohl viele Leute im Urlaub und in den USA war ein Feiertag am Montag. Aber es gibt auch neue Sorgen um Italien, denn dort bahnen sich Neuwahlen an und man hat an der Börse Angst vor den Populisten. Und es kommen bald noch neue Verbrauchszahlen aus Europa, die die Kurse antreiben könnten.

DAX Tageskerzen Mai 2017

DAX Tageskerzen Mai 2017

Und in den USA ist der Nasdaq heiß gelaufen. Das unausgesprochene Rennen zwischen Alphabet (Google) und Amazon war entbrannt, wer zuerst die 1.000 US-Dollar Grenze erreichen würde. Und der Gewinner ist Amazon. Der Ausgabekurs war mal bei 18 US-Dollar! Das Unternehmen Amazon ist aber nicht das wertvollste in der Welt. Die Rangliste ist Apple, Alphabet (Google), Microsoft und Amazon. Übrigens alles Firmen aus dem US-Bundesstaat Kalifornien.

Insgesamt ist aber noch die Frage des Ölpreises im Raum und die Politik spielt noch mit rein. Lügen-Trump könnte in seiner infantilen Art bei der derzeitigen Diskussion um die US-deutschen Beziehungen eine Kurzschlussreaktion hinlegen. Das könnte sich in Strafsteuern äußern. Schließlich wusste er nach Merkels Rede, dass den USA nicht mehr zu vertrauen ist, nichts anderes, als zu twittern, dass Deutschland einen Handelsüberschuss habe – darauf ist er wohl sehr neidisch.

Und nun kommen auch die ersten Signale, dass Trumps Wirtschaftspolitik nicht nur totaler Schwachsinn ist, sondern auch den Wirtschaftsaufschwung in den USA gefährdet. Vor allem die Verbrauchsdaten fielen geringer aus, als erwartet. In solchen Fällen reagiert die Börse gerne mal negativ.

Die Frage der Zinsen in den USA ist von den Arbeitsmarktdaten abhängig und diese werden am Freitag erscheinen. Je nach dem, könnten die Zinsen in den USA steigen. Das könnte zu einem leichten Absacken der Kurse führen, da sie dann eingerechnet werden. Sollte die Konjunktur also absacken, könnte die Zinspolitik der USA wieder geändert werden – also wieder fallende Zinsen.

Die Glaskugel verweist auf so viele Variablen, die derzeit wohl zu einem weiteren Seitwärtsverlauf führen.

31. Mai 2017 in Börse

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