DAX wackelt wie Trump-Politik

Es trumpt mal wieder an der Börse und dieses Mal geht es bergab. Und die Aussicht bleibt im Nebel.

Es ist der Trump Faktor, der die Börsen derzeit im Griff hat. Mit der Ansage von Steuersenkungen, Entregulierung der Banken und einem Infrastrukturpaket, hatte man die Leute zu steigenden Kursen gelockt. Doch all das kam (noch nicht), aber die krude Vorstellungen eines dummen Mannes, der dank der US-Bildungspolitik auch noch Präsident wurde, wie ich das sehe.

DAX Jan 2017

DAX Jan 2017

Nach dem Mauerbau kommt nun das Einreiseverbot und damit arge Schwierigkeiten für die Menschen und für die Unternehmen. Und eben auch Leute, die in den USA arbeiten oder Unternehmen weltweit und in den USA. Aber nicht nur die Firmen aus dem Silicon Valley sind betroffen, auch die Tourismusbranche. Nicht nur deshalb, weil manche Menschen nicht mehr einreisen dürfen – der Ruf der USA ist beschädigt. Der enorme Reputationsverlust führt auch zu Einbrüchen in der Tourismusbranche. Das denken die Leute an den Börsen und so verlieren auch diese Branchen in den vergangenen Tagen an Wert.

Nach dem neuen Jahreshoch am 26. Januar verliert der DAX wieder. Die Unsicherheit, aber auch die guten Kursgewinne lässt den Einen oder die Andere die Gewinne mitnehmen; wovon ja bekanntlich noch niemand arm geworden ist. Doch die Börsenweisheiten haben in einem Punkt bisher versagt: Politische Börsen haben kurze Beine – nicht bei der Politik von Trump.

Es ist fast wie eine Doku-Soap. Jeden Tag schaut man die Nachrichten und da hat der schlechtfrisierte Hampel wieder was angestellt.

Gestern Schloss der DAX dann fast an der Stelle, wo er drei Tage zuvor startete. Der DAX schloss bei 11.681 Punkten, heute steigt er vorbörslich (Lang&Schwarz) tiefer ein, aber gewinnt an Boden. What goes up, trump puts it down 😀

Eine Prognose ist derzeit nicht vorstellbar, es ist eben das Trump-Niveau – Rauf und Runter, wie der Blutdruck. Die Börse bleibt politisch und verunsichert, genau wie eigentlich alle. Wer schnell reagiert auf die Trends, die keine Mittelfristigkeit mehr kennen, kann wohl mit der hohen Volatilität und dem Leerverkauf viel Geld machen.

31. Januar 2017 in Börse

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