Deflation | Ursachen der Sachentwertung

Derzeit geht in Europa wieder einmal ein Gespenst um: Die Deflation wird befürchtet. Was ist die Deflation und warum ist sie so gefürchtet?

An die Inflation haben wir uns gewöhnt, jeden Monat wird auch hier in der Seitenleiste die Inflationsrate des vergangenen Monats beschrieben. Im Oktober  lag die Inflationsrate mit 0,7 Prozent so niedrig wie schon lange nicht mehr. Und das trotz der billigen Zinspolitik, demnach die Inflationsrate eigentlich steigen müsste.

Die Inflation reduziert auch die Zinsen für Sparer, sodass sich das nicht mehr lohnt. Es gibt einfach zuviel und billiges Geld auf dem Markt. Jetzt warnen einige Wirtschaftsexperten vor der Deflation. Die Deflation bedeutet in erster Linie ein Preisabsinken von Sachgütern, das Geld wird mehr wert. In der Folge können viele Unternehmen, die Schulden haben, ihre Schulden nicht mehr begleichen. Das Geld wird mehr wert und damit steigen auch wieder die Zinsen.

Die Folgen einer Deflation sind sehr gefürchtet. Ein Beispiel für die verheerende Wirkung einer Deflation sah man zu Ende der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts; die Rede ist von der Weltwirtschaftskrise. Allgemein folgt einer Deflation ein fast auswegloser Wirtschaftsabschwung oder -stagnation.

Deflation: Ursachen

Die Ursachen einer Deflation sind vielfältig. Die Flucht in Geldwerte ist die Reaktion der Menschen. Der Effekt der Deflation kann aus einer Konsumverweigerung und einer Investitionsreduktion stammen. Da man derzeit von einer möglichen Immobilienblase in Deutschland Großstädten spricht, könnte dies ein weiteres Indiz für eine Deflation sein. Diese könnte der Fall sein, wenn die zumeist qua Kredite gekaufte Immobilie an Wert verliert. So auch in den USA vor einigen Jahren gesehen. Auch in Deutschland haben viele einen Kredit aufgenommen um sich Immobilien zu kaufen, da die Zinsen derzeit ja auch sehr günstig sind. Eine weitere Ursache der nahenden Deflation könnte die Verringerung der Staatsausgaben sein. Außerdem schwächelt der US-Dollar, was den Euro zusätzlich stützt.

Als Reaktion wird man vermutlich den Leitzins nochmals absenken, oder sozumindest auf dem Rekordtief halten. Damit mehr Geld in den Markt strömt. Hier noch eine Analyse die ein halbes Jahr alt ist und sich demselben Thema widmet.

4. November 2013 in Börse, Wirtschaft

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