Demokratische Kriege?

Warum Demokratien eigentlich keine Kriege führen (sollten)…

Die Friedensbewegung ist hierzulande etwas ausgedünnt und der Krieg, wenn auch nicht in nächster Nähe, ist Teil des Gedankentums der Menschen. Auch die Bundeswehr hat ihr Aufgaben Portfolio erhöht und dafür braucht es einen äußeren Feind. Denn eine Demokratie kann aus der Eigenlogik heraus keinen Krieg führen.

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Der Grund dafür ist ganz einfach: Wer will schon gerne in den Krieg, wenn man nicht selbst angegriffen wird? Eigentlich ja niemand. Und wenn die Menschen als Souverän herrschen, gibt es auch keinen Krieg. Wieso sollte man in den Krieg ziehen, es gibt genug andere Sachen, um die man sich kümmern muss. Die Leute müssen aufgestachelt werden, sie müssen zu schwachsinnigen, unkritischen Patrioten werden und an eine Ideologie glauben – nicht zuletzt auch, dass der Gegner kein Mensch sei – sondern ein Monster oder ein Tier. Was wiederum Faschismus ist.

Der Philosoph Immanuel Kant meinte sinngemäß dazu, dass eine Demokratie vom Handel lebt. Und dabei ist Krieg immer störend und daher führen Demokratien keinen Krieg – auch ein Argument.

Letztlich ist Krieg immer ein Mittel der Herrschenden gegen die Bevölkerung. Ein Krieg, außer zur Verteidigung, kann nie gerecht oder gut sein. Daher ist die Bundeswehr ja eigentlich auch eine Verteidigungsarmee und wir haben ein Verteidigungsministerium – und kein Kriegsministerium.

9. Mai 2017 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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