Deutsche Bank, Ölpreis & EZB – DAX

Der DAX fällt weiter und die Zahlen der Deutschen Bank klingen ähnlich. Und Draghi tritt heute noch vor die Presse.

Vor allem die Deutsche Bank hat mit ihren Zahlen die Anlegenden zum Verkauf der Papiere gedrängt. Denn mit 6,5 Milliarden Miesen im Geschäftsergebnis macht man offenbar einen Kursverlust, quasi über Nacht, von über 6 Prozent.

DAX unter 9.400 Punkte Jan 2016

DAX unter 9.400 Punkte Januar 2016

Aber das ist ein schönes Beispiel dafür, dass man nicht in Firmen investiert, deren offenes Geheimnis es ist, zu bescheißen, um es in der Sprache unserer Zeit zu sagen. Ich kann mich noch gut an das Victory-Zeichen von Ackermann vor Gericht erinnern, sowie an dessen Aussage in der Finanzkrise, dass man keine Steuergelder brauche – ja, warum wohl?! Auch an der Börse ist Vertrauen wichtig, und wenn ein Unternehmen permanent in Gerichtsverfahren verstrickt ist, dann kann da doch nicht alles Koscher sein. Selbst Schuld, wer dort investiert. Es gibt eben Sachen, in die man nicht handeln sollte!

Der DAX insgesamt ist seit dem Ende 2015 um über sechs Prozent gefallen, auf nunmehr unter die 9.400 Punkte. Das hätte ich tatsächlich nicht gedacht, aber damit ist der gesamte EZB Effekt verpufft – was ich den Draghi-Buckel nenne – auf Grund der Börsenformation. Der DAX ist somit auf dem Stand des Dezembers 2014! Und es ist für mich immer noch kein Ende absehbar.

A propos EZB, die tritt heute vor die Kameras und ihre Sicht auf die Dinge verkünden. Das wird interessant und sich vermutlich auf den Markt auswirken, je nach dem was der EZB Chef Draghi sagt. Sein derzeitiges Ziel ist es, die Inflation anzutreiben. Das hat man mit QE Programmen versucht, doch – wie gesagt – der Effekt ist verpufft. Nicht zuletzt der niedrige Ölpreis reduziert die Inflationsrate. Jedoch sind die Preise für Lebensmittel beispielsweise gestiegen, genau wie die Importe – auf Grund des starken US-Dollars.

Man darf also gespannt sein, was Draghi zu sagen hat. Je nach dem, wie man das QE Programm fortsetzt oder andere Maßnahmen ergreift – die Börse wird wohl reagieren; so nervös wie die Leute gerade am Parkett sind.

Der DAX könnte m.E. sogar noch bis zum unteren Rand des Trendkanals fallen. Fette Unterstützungslinien dürften sich bei (ca) 9.165 Punkten und bei kurz unter 9.000 Punkte liegen. Kaum vorstellbar, dass ich noch vor wenigen Monaten von über 12.000 Punkten schrieb!

21. Januar 2016 in Börse

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