Einzelhandel & Gentrifizierung

Meines Erachtens gibt es verschiedene Verbindungen zwischen dem Sterben der Läden in den Städten und Gentrifizierung.

Der Handel beschwert sich allgemein, dass mit der Internetkonkurrenz kaum mitzuhalten ist. Die echten Läden beraten und dann wird das Zeugs im Internet gekauft – ist die oft zitierte Kritik des Einzelhandels. Das hat aber auch mit den hohen Mieten zu tun.

Einerseits, klar: Gentrifizierung bedeutet auch steigende Mieten, die auch die Läden bewerkstelligen müssen. Sie liegen meist zentral und da ist es nun mal teurer. Aber ich meine einen anderen Effekt.

Wenn man eben so viel für seine Wohnung ausgeben muss, bleibt nicht mehr viel Geld in der Kasse für andere Dinge. Das bedeutet, wenn ich nur noch wenig Geld habe, kann ich auch nicht mehr soviel konsumieren. Die derzeitige Stütze des Wirtschaftsaufschwungs, der Binnenhandel, wird geschwächt.

So schadet der hohe Immobilienpreis uns allen und nur die Immobilienbranche hat einen, wenn auch großen, Vorteil. Und den kann sie bei einer Wiederwahl von Merkel sichern oder gar ausbauen.

Die Läden müssen die Preise erhöhen, weil die Mieten gestiegen sind. Zeitgleich kauft man verstärkt im Internet, also sinkt der Umsatz des Einzelhandels. Aber wenn die Menschen kaum noch Geld haben (und die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich auf neue Rekordbreite), können sie keines für den Konsum ausgeben.

Ein Kreislauf nimmt seinen Anfang und auch daran ist die Politik der CDU/CSU schuld!

1. September 2017 in Kultur & Zuhause, Politik & Medien, Story-Kommentar

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