Erkältung: Gesammelte Heilkräfte der Natur

Mit der dunklen Jahreszeit kommt nun auch die Zeit der Erkältung, aber die körpereigenen Abwehrkräfte können gestärkt werden.

Die Natur hat uns einige Kräuter in den Garten gestellt, die begleitend zur Schulmedizin, helfen kann. Es ist doch auch klar, dass die Menschen auch schon ohne die moderne Schulmedizin überlebten und nicht jede Krankheit gleich alle niedergeschlagen hat. In einem Artikel ging es bereits über die Hausmittel bei einer Erkältung, nun geht es um die fraglichen Kräuter, die bei der Therapie helfen können.

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Welche Kräuter helfen gegen die Erkältung?

Einige Kräuter habe ich ja bereits beschrieben, aber hier kommt nun mein gesammeltes Wissen über die nützlichsten Pflanzen, bei der Bekämpfung der Erkältung, also einem grippalen Infekt:

  • Die Zistrose ist Punkt 1, nicht nur deswegen weil man sie als Tee oder als Tablette lutschen kann, sondern weil diese besser erforscht ist! Die Zistrose enthält Polyphenole, also Gerbstoffe und Flavonoide (wie im Wein), und Dadanum, ein Harz der vor allem aus der Zistrose gewonnen wird. Die Zistrose wirkt besonders gut gegen Grippeviren und sie ist sogar antibakteriell. Sie wirkt auch bei Wunden heilungsfördernd und wird daher auch bei Hautkrankheiten eingesetzt.
  • Der schwarze Holunder: Ich mag den Geruch ehrlich gesagt nicht, aber seine Heilwirkung ist nicht zu verachten! Auch er enthält Flavonoide und Gerbstoffe. Aber auch Chlorogensäure, Kaffeesäureester, ätherische Öle und Phytoterine. Fragt mich nicht was das ist, allerdings wirkt es Schweißtreibend und Schleimauswurffördernd. Auch die Beeren haben diesen Effekt und außerdem enthalten sie das gute, alte Vitamin C.
  • Ingwer: Ein altes Hausmittel – Es wird gerade bei Erkältungen oft genommen, meist als Tee, aber man kann es auch so ins Essen machen. Er wirkt außerdem verdauungsfördernd und fördert auch das Immunsystem, sowie die Durchblutung. Es wirkt sich lindernd auf Hals- und Gliederschmerzen aus.
  • Linde: Ja genau! Der Baum, bzw. seine Blätter beinhalten Arabinogalactane – die sind für die Verdauungseffekte zuständig, da sie die Darmflora beleben. Wichtiger noch, es erhöht die Natürlichen Killerzellen, die die virusbefallenen Zellen erkennen und eliminieren. Die Linde produziert das zu 10 Prozent davon, noch effektiver soll die sibirische Lärche sein, aber das ist wohl etwas zu weit weg, vor allem wenn man krank ist. Die enthaltene Kaffeesäurederivate (manche zumindest) hat sogar eine krebshemmende Wirkung. Weitere bekannte hilfreiche Wirkstoffe der Linde sind: Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe. Die Phenylcarbonsäuren hemmen die Bakterien – auch nicht schlecht.
  • Weide: Ebenfalls der Baum und dieses Mal ist es deren Rinde. Sie wirkt mit ihren Inhaltsstoffen (Salicylalkoholderivate & Catechingerbstoffe, Kaffesäure und Flavonoide) entzündungshemmend, sowie fieber- und schmerzsenkend. Die Catechingerbstoffe finden sich auch im Grünen Tee.
  • Mädesüße (Spierstaude): Diese Pflänzchen mit den schönen und heilsamen Blüten, haben einen altbekannten Wirkstoff. Der alte Name war Spierstaude und diente oftmals als Schmuck. Doch aus dieser Pflanze wurde erstmalig Acetylsalicylsäure gewonnen, also das, was wir als Aspirin kennen. Das wirkt bekanntlich entzündungshemmend und schmerzlindernd. Vor allem in Verbindung mit Holunder und Linde soll es gut gegen die Erkältung wirken.
  • Roter Sonnenhut: Hier wird die frische Pflanze und die Wurzel genutzt. Getrocknet bringt das nichts mehr. Daher als Saft oder als Salbe zu sich zunehmen. Tee ist nicht denkbar, es sei denn, es ist wirklich ganz, ganz frisch. Die Wirkstoffe sind Cichoriensäure, welche Antiviral wirken; Polysaccharide, die dem Immunsystem helfen, die Viren zu erkennen; Poyacytylene und Alkamide wirken antibakteriell und dann kommen noch ätherische Öle und Flavonoide dazu. Entsprechend der vielen Wirkstoffe gibt es auch etliche Einsatzgebiete für den roten Sonnenhut.
  • Blassfarbene Kegelblume: Die Inhaltststoffe sind alte bekannte: Polysaccaride, Kaffesäurederivate und Ketoalkene, die für den Geruch verantwortlich sind. Auch sie fördert das Immunsystem.
  • Wasserhanf oder Wasserdost: Die immunabwehrsteigernde Wirkung hat die Pflanze durch die Bitter- und Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Polysacharide und Saponine. Letzteres nutzte man früher als Waschmittel und es hat eine antifungizide Wirkung.
  • Wichtige Pflanzen, auf Grund derer besonders hohen Vitamin C Gehalte sind: Hagebutte, schwarze Johannisbeere und Sanddorn.

Also, Gute Gesundheit und bei Erkältung! Jetzt weißt Du ja , wo du schauen musst, wenn es Dir schlecht geht 🙂

30. September 2016 in Gesundheit, Natur, Story-Kommentar

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