Fahrradhelm wird nicht zur Quasi Pflicht

Der Bundesgerichtshof hat sein Urteil gefällt, wer keinen Fahrradhelm beim Radeln trägt, hat keine Teilschuld bei einem Unfall.

Es wäre auch etwas paradox, dass man schuldlos eine Teilschuld bekommt. War die Argumentation so, dass man für seine eigene Sicherheit sorgen muss, so gab es eine Befürchtung einer Quasi Helmpflicht für Radfahrer.

Radfahrer mit Fahrradhelm

Helmpflicht für’s Radfahren in Deutschland?

Wäre das Urteil anders gekommen, hätte Dich die Polizei nicht herausgezogen, wenn Du ohne Fahrradhelm auf dem Bike unterwegs wärst. Aber wenn Du einen Unfall gehabt hättest, dann würde man wohl selbst mitbezahlen – so um die 20 Prozent des Schadens – wohl gemerkt, ohne sich etwas zu Schulden gekommen haben zu lassen.

Aber das Gericht hat anders entschieden: Keine Helmpflicht, die Frau wurde zu 100 Prozent entschädigt – so der Bundesgerichtshof in seinem heutigen Urteil. Klartext: Bei einem schuldlosen Unfall auch ohne Helm bekommt der Radfahrende  null Prozent Schuld!

Woher kommt’s?

Der Grund für das Urteil des Bundesgerichtshofs ist ein Urteil des vorgeschalteten Oberlandesgericht, das einer Frau diese 20 Prozent Teilschuld gab, obwohl sie nicht Schuld an der Kollision mit dem Auto war. Daraufhin ging sie zum nächst höheren Bundesgerichtshof, dort wurde die Frage erneut behandelt und das Gericht beschloss, dass die Frau vollens entschädigt wird – sie hat keine Schuld.

Doch das Urteil hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich kann mir gut vorstellen, dass es jetzt wieder verstärkt politische Bestrebungen gibt, die Helmpflicht einzuführen.

Fahrradhelm macht Sinn!

Sicherlich, einerseits haben Autofahrer viel zu beachten und, wie beim Internet auch, ist jeder für seinen eigenen Schutz verantwortlich. Und ein Fahrradhelm hat durchaus Vorteile, abgesehen von dem unadretten Auftritt. Selbst Ärtze raten zu einem Fahrradhelm – er verhindert einfach zu einen hohen Anteil Kopfverletzungen.

Kosten und Verkehrssicherheit

Aber das Fahrrad ist auch die günstige Alternative, um dennoch mobil zu sein – vor allem in den Metropolen der Städte, wo aber auch der meiste Verkehr ist. Die Fahrradhelme kosten zwischen 20 Euro und 50 Euro, aber auch darüber hinaus. Was darunter ist, würde ich nicht unbedingt kaufen. Denn Helme müssen ja schließlich was kosten. Nach einem Unfall sollte man diese auch austauschen, sprich einen neuen kaufen. Das kostet und macht die billige Alternative Fahrrad nicht mehr so attraktiv.

Man muss immer mehr kaufen um etwas zu korrekt zu machen oder zu haben. Das ist schon sehr nervig, aber auch dem zunehmenden Verkehr geschuldet. Das betrifft ja nicht nur das Rad, auch im Auto. Ab diesem Jahr muss jedes neue Auto einen Reifendrucksensor haben, ab nächstes Jahr einen eCall – das muss natürlich alles auf den Autopreis drauf gerechnet werden – von den empfindlichen Strafen bei Vergehen gegen die Verkehrsordnung mal ganz abgesehen.

Aber auch der Radverkehr steigt in Deutschland, vor allem in den Großstädten, an. Gerade in Berlin ist die Tendenz klar erkennbar. Vielleicht sollte man die Infrastruktur für Räder erhöhen und damit die Sicherheit der Radler gewährleisten!

17. Juni 2014 in Gesundheit, Politik & Medien

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