Flexibilisierung der Arbeit? Neoliberalismus verbieten!

Es klingt doch positiv – aber es ist ein weiterer Schritt des Neoliberalismus: Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Die Wirtschaftswaisen, die FDP und die Arbeitgebenden sind sich einig: Die Arbeit muss flexibler werden, sonst wird – wie immer – die deutsche Wirtschaft untergehen. Eine leere Drohung, die aber immer wieder funktioniert.

Arbeitsvertrag

Die Flexibilisierung gab es schon einmal in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals war es sogar exakt dasselbe Wort – womit man auch Erfolg hatte. Vielleicht benutzt man es daher wieder. Es geht um die Fortführung des neoliberalen Kurses mit einem Nachtwächterstaat und mehr Geld für die Bosse.

Wie nun bekannt wurde, fordert man die Flexibilisierung und droht wie immer mit dem Standort Deutschland. Wie schon damals führte das zu Angst und man glaubte diesen Schwachsinn. Einen ähnlichen Erfolg erhofft man sich auch dieses Mal.

Dabei geht es wieder darum, dass die Arbeitnehmenden geben müssen, damit die Arbeigebenden mehr Geld in der Tasche haben. Das Spiel macht man ja schon eine zeit lang und das ist auch ein Effekt der niedrigen Zinsen.

Der Plan lautet konkret, dass man nicht mehr acht Stunden am Tag sondern 48 Stunden die Woche arbeitet. Abgesehen davon, dass sich acht Stunden mehr eingeschlichen haben, will man auch die Ruhepausen verkürze. Dann kann man auch nach 9 Stunden wieder zur Maloche. Flexibilisierung meint als mehr Ausbeutungsmöglichkeiten.

Wer braucht auch Rechte – am besten führen wir die Sklaverei wieder ein – aber selbst dann wäre das für die neoliberalen immer noch zu schmerzhaft für die Bonzen. Die Wirtschaftswaisen würde fordern, dass die Sklaven weniger zu essen kriegen sollten, damit sie weniger scheißen müssen.

So eine Forderung kurz nach den Paradies und Panama Papers? Ach könnten wir jemanden finden, der noch gieriger wäre? Die deutsche Wirtschaft wird auch so überleben, aber die Bonzen sollten wir mal zur Verantwortung ziehen. Und ja, ich sag Bonzen, weil ich es echt langsam satt habe! Wo bleibt der Aufruhr, wo bleibt der Aufstand? Kampf den Palästen und Frieden den Hütten?

13. November 2017 in Politik & Medien, Story-Kommentar, Wirtschaft

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