Fonds für archäologische Funde

Es braucht bei der derzeitigen Bauphase einen Fonds für die Leute, die archäologische Funde auf ihrer Baustelle haben.

Derzeit wird gebaut wie kaum jemals zuvor und das liegt an den niedrigen Zinsen. Dies führt aber auch dazu, dass die Preise für die Immobilien stiegen und steigen. Was die Leute vom Bau dann gar nicht gerne sehen, sind archäologisch Funde – denn das verzögert den Bau.

Knochenfunde

In vielen Gemeinden in ganz Deutschland wird gebaut und bei öffentlichen Vorhaben, die dem Straßenbau oder bei Ausbauten, bestehender Gebäude, findet man oftmals was. Der Logik nach, müsste man doch auch bei privaten Bauvorhaben archäologische Funde machen – doch dem ist nur in seltenen Fällen so.

Der Grund dafür ist leicht gefunden. Wenn man einen Fund macht, muss man das Denkmalamt verständigen oder eben die zuständigen Behörden. Doch das bedeutet auch, dass man auf der Baustelle nicht weiter arbeiten darf. Damit verzögert sich natürlich auch die Fertigstellung und zumeist erhöhen sich auch die Kosten. Hierfür muss man den Behörden einigen Wochen zur Verfügung stellen – je nach dem, was man dort gefunden hat.

Aus diesem Grund wird so etwas oftmals „unter den Teppich gekehrt“, also entsorgt. Denn in der Regel gehört der Fund dem Land, nur in Bayern – soweit ich weiß – darf man mit solchen Stücken Handel treiben. Oder im Ausland kann man solche Funde veräußern. Und es gibt nicht wenige, die das tatsächlich machen.

Doch die Bauleute dieser Tage bekommen davon, zumeist gewollt, gar nichts mit. Damit verlieren wir unglaublich viel Wissen vergangener Zeiten und das muss uns interessieren. Die Geschichte ist wichtig, denn sie wiederholt sich gerne. Ich will auch gar nicht darüber diskutieren, das können Interessierte dann gerne mit Archäologie- und Geschichtsfachkräften besprechen.

Meine Idee sieht eine finanziellen Ausgleich für die Bauherren und Baudamen in der Republik vor. Klar ist das unangenehm, wenn sich der Bau verteuert und verschiebt. Dafür sollte es eine Abfindung geben, damit man diese Kosten überbrücken kann, die dadurch entstehen. Damit lockt man vielleicht nicht alle hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervor, jedoch könnte man einige Funde mehr zu Tage fördern. Damit können wir einen tieferen Blick in das Leben unserer Vorfahren werfen.

6. Juni 2016 in Kultur & Zuhause, Politik & Medien, Story-Kommentar

, ,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar