Fracking in Deutschland

Das Fracking in Deutschland ist umstritten und sorgt für Diskussionen. Neuerdings regt sich Widerstand gegen den Widerstand. Was stimmmt denn nun?

Erst gab es den Film Gasland, wo man sich ansah, dass Wasser mit Gas versetzt war und mittels eines Feuerzeugs angezündet werden konnte. Nun heißt es der Film sei falsch – dass dort Gas im Wasser war, war dem Brunnen und nicht dem Fracking geschuldet. Ich kann es ja nicht überprüfen, wer dort recht hat, aber lassen wir das einmal stehen. Okay, die Doku „Gasland“ war ein Fake. Warum macht jemand sowas? In der Hoffnung, dass es ein Erfolg wird? Möglich.

Wenn das Wasser verdächtig wird

Das Bundesumweltamt hat schon vor Wochen Stellung bezogen, es wird sogut wie kein Fracking geben. Eine Reportage eines Magazin des öffentlich-rechtlichen Senders ARD hat die betroffenen Fachleute befragt, auch die, welche die Studie des Bundesumweltamtes erstellten. Sie haben einen ganz anderes Fazit gezogen, Fracking sei wenig risikobelastet, als von Regierungsseite behauptet. Ganz lustig übrigens ist der darüber ausgebrochene Streit zwischen Panorama und Monitor, deren Meinung dazu auseinander geht.

Fracking sei eine beherrschabare Technologie, das sagen nicht nur Firmen wie Exxon, sondern auch Forschende. Das haben die Leute aber damals auch von der Atomkraft gesagt, denke ich mir so… Man hat Chemikalien entwickelt, die  fast unbedenlich für die Natur sind.

Bei Fracking wird ja Wasser, Sand und ein Chemie-Cocktail in 3.000 Meter Tiefe gedrückt und das Gas tritt aus und kann abgesaugt werden. Grundwasser liege ja viel weiter oben und könne gar nicht betoffen sein.

Wasser kommt so gut wie überall hin, so ist meine Erfahrung, auch in eine solche Tiefe und irgendwann wird die Chemie ausgespült, vielleicht nicht heute oder morgen und vielleicht auch nicht in 30 Jahren, aber für immer bleibt es doch nicht da unten – kann man das überhaupt wissen? Die Leute von Exxon haben die Chemiekalie sogar getrunken, um deren Unschädlichkeit zu bezeugen.

Aber wie oft kam es schon vor, dass man aus Kostengründen dann das andere genommen hat? Es gab Unfälle mit dem Fracking in den USA, naja da hat man halt schlampig gearbeitet. Vielleicht aus Kostengründen? Der Grund für die Sorge ist ja der, dass es um Wasser geht – ein Grundstoff des Lebens. Auch wenn ich den Film Gasland ausblende, fällt es mir schwer zu glauben, dass das wirklich „gesund“ oder so wenig risikobelastet sei, wie erwähnt.

Man mag ja sowas auch gerne glauben, schließlich passt das ins Weltbild. Exxon und Umweltverschmutzung, das kennt man und auch ihr Verhalten in Umwelt-Dingen – was eigentlich sogut wie auf alle Energieversorger zutrifft – war ja recht bitter. Und Fracking wird immer relevanter, denn deshalb ist die USA derzeit der größte Energieexporteur und der Ölpreis ist auch deswegen so günstig. Und mit Blick auf Putin, möchten viele sich viele diese wieder Option aufmachen.

Und mein wirklicher Knackpunkt an der Sache ist Folgender: Das Zeug wird runtergepumpt und in das Kiefergestein gedrückt. Man entlässt es also unkontrolliert in das Gestein – wie geht man sicher, dass man alles wieder hochholt? Das ist in 3.000 Meter Tiefe?

29. Oktober 2014 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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