Französisch & Deutsch | Gegenüberstellung

Beide Sprachen – deutsch und französisch – die im Herzen Europas erwuchsen, haben unterschiedliche Entwicklungen genommen.

Beide Sprachen entwickelten sich von ähnlichen Standpunkten aus, obgleich die Gallier ab dem 1. vorchristlichen Jahrhundert romanisiert wurde. Die Franken jedoch, waren ein germanischer Stamm, die wohl auch eine ähnliche Sprache hatten, wie die anderen germanischen Stämme. Die beiden Sprachen haben vor allem durch das späte Mittelalter andere Entwicklungen vorgenommen.

Seine Paris

Frankreich hatte seine Hoch-Zeit in der sprachlichen Entwicklung zu Zeiten der absoluten Monarchie. Alle Königshäuser in Europa sprachen französisch. So war weder der preussische, noch der britische König der Sprache seiner Untertanen mächtig. Daher heißt das Schloss in Potsdam Sans Souci, also ohne Sorgen. Es war Brauch der Zeit, dass alle Königshäuser in Europa französisch sprachen. Das hielt sie vermutlich einerseits zusammen, erlaubte aber m.E. auch eine bessere Kommunikation; obgleich der vielen Kriege damals. Aber das gehörte gewissermaßen zum guten Ton unter Adelsfamilien, denn sie litten darunter nur durch die Steuereinnahmen und dass Krieg Geld kostet. Moral ist eben betroffheitsabhängig

Die französische Sprache war also eine Sprache der Elite und das zeichnet sie bis heute aus. Wer gut französisch spricht, der macht aus einem Satz ein Wort – ohne Pausen. Das Prinzip muss aber bekannt sein und man muss genau hinhören.

Wörter werden im Deutschen einfacher übernommen, als im Französischen. Was Französisch ist und was nicht, bestimmt die Academie Francaise. Das ist ein Rat, der über die französische Sprache wacht. So heißt ein Computer auf Französisch „ordinateur“ oder „courriel“ ist das Wort für Email.

Die deutsche Sprache hingegen, entwickelte sich von ihrem Verständnis heraus eher als Befehlssprache. Hinter jedem Wort macht man eine Pause und man kann einfach Hauptwörter zusammenstecken und neue Wörter kreiieren. Auch wenn die Grammatik schwer ist, so ist sie von der Aussprache einfach konstruiert. Das hat vor allem einen Effekt, jede Person versteht es und das ist besonders wichtig in der Frage der Befehlsübertragung. Wird der Befehl nicht richtig verstanden, kann er nicht richtig ausgeführt werden.

Deutsch ist eine Sprache, die hinter jedem Wort eine Pause macht, die man so spricht (mit wenigen Ausnahmen), wie man sie liest – diese Sprache ist zur Befehlsübertragung besser geeignet. Das kann man auch in Italien sehen, dort geben viele Menschen den Hunden Befehle auf Deutsch: Sitz! und dererlei mehr. Vielleicht, weil es strenger klingt, vielleicht weil es eine eindeutige Aussprache ist – ohne Verschnörkelungen.

Was will ich damit sagen? Gar nichts! Es ist nur eine These, die mir neulich in die Gedanken schlich. Hat es Konsequenzen? Nein, die französische Armee hat genauso Krieg geführt, wie die Deutsche und auch mit ähnlicher Fähigkeit. Hat aber die Sprache Einfluss auf die Kultur? Die Mischung würde es doch machen, oder?

16. Februar 2015 in Kultur & Zuhause, Story-Kommentar

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