Fußball, Stolz und Faschismus

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Fußballsport, dem Stolz oder Patriotismus und dem Faschismus? Ich denke ja.

Solche Events, wie die Fußball EM oder Fußball WM oder auch Olympia, dienen m.E. lediglich dazu, das Geschäft anzukurbeln. Der sportliche Gedanke ist in den Hintergrund getreten. Doch das ist wohl ein anderes Thema. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Krieg, Fußball, Stolz und dessen Missbrauch?

Faschismus mit Jugendsportlern

Diese Form von Sport funktioniert immer nach einer Idee: Wir gegen die. Es braucht einen Gegner, um das Gemeinschaftsgefühl zu etablieren. Es ist der Wettkampf, der meines Erachtens, die Wurzel des Bösen ist. Der Grundlage für beispielsweise Neid und Kapitalismus. Und es ist der Grund für Kriege und Auseinandersetzungen. Denn Fußball ist die Domestizierung des Krieges ist. Ein wesentliches Indiz ist, dasselbe Vokabulaire, wie Angriff, Verteidigung und Strategie. Und letztlich kann nur einer vom Schlachtfeld als Sieger gehen.

Der Treibstoff für dieses Gemeinschaftsgefühl und das Freund-Feind-Gefüge ist der Stolz. Meiner Erachtens hat Stolz Milliarden Menschen das Leben gekostet, aber noch keines gerettet. Stolz und Patriotismus sind Gemeinschaftsgefühle, die m.E., nur zu leicht und nur zu oft ausgenutzt werden.

Für Fußball gibt es Ausnahmen, arbeitsfrei oder Ruhestörungen sind dann plötzlich möglich. Wieso wird Fußball so viel Platz eingeräumt? Weil es vom Staat so gewollt ist! Brot und Spiele heißt die Maxime, die schon seit der Antike funktioniert. Während der WM 2006 hat man quasi über Nacht die Mehrwertsteuer um drei Prozent erhöht – die höchste Erhöhung der Republik jemals. Ohne Proteste, denn das Volk hatte ja seine Spiele. Das fördert das „Wir“-Gefühl und soll die Leute von Ideen abhalten. Man versucht die Gewalt mit Sport zu domestizieren.

Als 2006 die Fußball WM in Deutschland ankam, sagte mein Vater: Das erinnert mich an Zeit im Faschismus – die Fahnen überall und diese Begeisterung – und dieser Stolz. Es war auch diese Zeit, da plötzlich die deutsche Fahne wieder überall aufgehängt wurde. Zuvor war es immernoch ein wenig komisch das zu tun und maximal zu Fußball. Doch nachdem Deutschland Weltmeister war, blieb das bestehen und, meiner Beobachtung nach, blieben die Fahnen – auch nach der Fußball WM – noch lange, lange erhalten. Damals begann man sich zu sagen, dass man jetzt wieder stolz auf Deutschland sein kann. Damit begann es meines Erachtens. Jetzt durfte man wieder stolz sein und daraus resultierte auch die immer stärker werdende Faschismus. Aus „man darf doch stolz sein auf sein Land“ wurde: „Das darf man doch mal sagen“. Und plötzlich wurde der Faschismus wieder hoffähig.

Die AfD und Pegida-Bewegungen sind m.E. direkte Ableger der Fußball WM – der Ausnutzung dieses Nationalstolzes. Denn da dieser nicht definiert ist und jede Person die Worthülse mit etwas anderem unterbringen kann, gewinnen diese Leute über dieses „Wir“ Gefühl an Macht. Denn das Gemeinschaftsgefühl ist – so ist das gelernt (auch durch Fußball) – nur durch einen gemeinsamen Feind möglich. Und die NS Zeit hat den Sport ebenfalls ausgenutzt, wie wir uns erinnern!

Dies ist aber nicht nur in Deutschland so, die Idee des wirkliche Neo-Faschismus, versteckt sich hinter dem „besorgen Bürgertum“ und weist das Wort Faschismus von sich – doch das ist es das und nichts anderes!!! Die Alten Eliten versuchen einen letzten Versuch, die Welt anzuhalten – und manchmal gelingt das, wie im Dritten Reich. Die EU wackelt nur deswegen! Und die aufkommende Gewalt ist wohl ein Zeichen, dass die Domestizierung nicht so gut funktioniert, wie man dachte!

17. Juni 2016 in Kultur & Zuhause, Politik & Medien, Story-Kommentar

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