Gelkerzen selbst machen

Kerzen kann man selbst machen und besonders einfach geht das mit Gelkerzen.

Die Herbst- und Winterzeit ist die Zeit für Kerzen, Tee und Kuscheldecken. Das Kerzenlicht macht den Herbst- und Winterabend erträglicher.

Flamme

Gelkerzen haben den Vorteil, dass sie länger brennen, weil sie eine höhere Wärmequelle benötigen, als Parafinkerzen, die schon bei 50 Grad dahin schmelzen. Daher sollte man keine Geruchsstoffe hinzusetzen. Manche machen das zwar, aber das kann ganz anders riechen, denn die Gelkerze brennt bei 70 Grad Celsius ab.

Gelkerzen kann man auch schön dekorieren, mit Steinen oder Figürchen, dabei gibt es viel Auswahl. Sei es zu Weihnachten, Ostern oder beispielsweise Halloween.

Was braucht man für die Herstellung von Gelkerzen?

Um eine Kerze herzustellen braucht man selbstverständlich Gefäße (je nach dem wie viel man herstellen will), die nicht brennen können, also Glas oder Keramik. Weitere Dinge, die man dafür braucht sind:

  • Kerzengelwachs
  • Heißkleber
  • Zink Docht
  • Edelstahltopf
  • Kochthermometer
  • Farbstoffpräparationen (flüssig) bei Bedarf
  • Dekomaterial bei Bedarf

Gelkerzen selbst gemacht | Anleitung und Tipps

Man nehme also ein Gefäß, das nicht brennen kann, wie ein Glas und dekoriert es schön. Man kann das Glas färben oder anmalen oder kleine dekorative Gegenstände in das Glas stellen. Man kann sowas natürlich auch kaufen, aber auch das muss nicht immer die beste Lösung sein.

Entweder nimmt man dann einen kleinen Metallständer für den Doch oder man befestigt den Docht selbst mittels eines Heißklebers am Boden des Gefäßes. Das muss man aushärten lassen. Den Doch noch gerade nach oben justieren und mit einem kleinen Stab oder Stift aufrollen, damit dieser nicht ins Gel versinkt.

Das Gel wird zerstückelt und in einem Topf auf kleiner Flamme lässt man es schmelzen, noch besser ist ein Wasserbad dabei. Dabei sollte 93 Grad Celsius nicht überschritten werden. Das geschmolzene Gel kann mit Farbstoffen gefärbt werden, welche man vorsichtig rein tröpfelt. Wenn man sich etwas ins Glas gestellt hat, sollte man natürlich wenig Farbe benutzen, sonst sieht man es nicht mehr. Wer mag, aber siehe oben, kann auch noch Duftstoffe hinzufügen.

Um Blasen zu verhindern, die beim Abkühlen passieren können, sollte man den Behälter, wo das Gel hineinkommt auf ungefähr 65 Grad bis 70 Grad erhitzen. Leichtes Klopfen solange es noch heiß ist, hilft dass die Luft nach oben steigt.

Nun gießt man das Gel in den Behälter. Wer Deko-Elemente hat, stellt diese zuerst rein, bevor man das Gel rein schüttet. Das beispielsweise Glas sollte gerade stehen, wer eine schiefen Effekt haben will, kann es leicht schräg hinstellen. Das Gel sollte noch gut heiß sein, wenn man es in den Behälter schüttet, auch das reduziert die Bläschengefahr.

Jetzt muss man nur noch warten, bis das Gel trocken und abgekühlt ist und fertig ist die Gelkerze!


Bildrechte bei Benoît Lesquerbault (Flickr) via CC-Lizenz

8. Dezember 2015 in Kultur & Zuhause

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