Gesetzesvorschlag: Atomkonzerne fein raus

Einem Gesetzentwurf nach sollen die Energiekonzerne nur 25 Milliarden Euro zahlen und sind dann fein raus! Ich muss mich mal aufregen hier…

Da haben die Lobbyisten der Energiekonzernen meines Erachtens wieder mal volle Arbeit geleistet. Die Bundesregierung (CDU und SPD) wollen den Konzernen, die jahrelange gutes Geld mit der Atomenergie gemacht haben, einen Freischein ausschreiben. Sie müssen nur noch rund 25 Milliarden Euro bis 2022 auf den Tisch legen und sind dann – für alle Zeiten – von dem Problem der Müllentsorgung befreit. Ein waschechter Persilschein!

kaputte steckdose

Doch was kostet die Entsorgung des Atommülls – was natürlich die Steuerzahlenden ausbaden müssen. Wie immer! Schon die Sonderwünsche Bayerns dürfen die Menschen hierzulande zahlen – also natürlich auch die Kosten der Bonzen, die sich jetzt davon machen können.

Diese Kosten sind noch gar nicht absehbar, da man ja noch gar nicht weiß, wie man den Müll entsorgen kann. Nicht mal die sogenannte Endlagerung ist geklärt, falls das überhaupt möglich ist. Nicht mal eine sichere Verpackung ist entwickelt. Also wie hoch sind die Kosten? Das weiß niemand! Sicher ist für mich nur, dass es vermutlich viel mehr kostet als diese 25 Milliarden Euro.

Der Müll strahlt noch für Millionen von Jahren, aber das interessiert die Stromindustrie ja nicht. Sie zahlen die Peanuts im Vergleich zum angerichteten Schaden und sind fein raus! Es ist eine Frechheit, wie sich die Regierung mit der Industrie verbündet – auf unsere Kosten mal wieder.

Denn man muss es den Konzernen recht machen – wer das Geld hat… Jetzt können diese Konzerne wieder kalkulieren. Und ihr Börsenkurs steigt damit, darum geht es doch letztlich auch. Das Motto unserer Gesellschaft ist denn auch: Wirtschaft befiehl – wir folgen!

12. Oktober 2016 in Politik & Medien, Story-Kommentar, Wirtschaft

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One Response to Gesetzesvorschlag: Atomkonzerne fein raus

  1. Sindelkans 25. Oktober 2016 at 22:00 #

    Der Gau in Japan kostet jetzt wohl ebenfalls mehrere Nullen mehr, als erwartet. Ich hoffe das wird bei der Legislative Beachtung finden. Aber, wie Du, fürchte ich…

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