Gold als Indikator

Gold, das glänzende Metal, ist schon immer ein Hafen für Anleger gewesen und das Gold ist ein Indikator.

Da heute an der Börse wohl schon das Wochenende eingekehrt ist, will ich mal mein Wissen um das Gold im Kontext der Börse nieder schreiben, vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen oder man liest noch etwas, was man noch nicht wußte, obwohl mein Wissen hauptsächlich des Allgemeinwissens bedient.

Gold Trendkanal

Gold und das Geld

Das Gold war schon seit Menschengedenken eines der wertvollsten Metalle – in nahezu jeder Kultur (die mir bekannt ist). Vielleicht ist es daher eines der am meisten gehandelten Metalle an der Börse und immer ein Hingucker. Das Gold ist auch in der Geschichte des Geldes ein wichtiger Faktor. Im Übrigen kommt unser Wort „Geld“ nicht von Gold, sondern von gelten. Und Gold ist ein eigenes Wort, das sich beispielsweise im ehemaligen niederländischen Gulden weitergelebt hat. Wobei das Silber im französischen Wort für Geld weiterlebt: argent – heißt Geld und Silber, was gallischen Ursprungs ist.

Aber das Gold hat doch sehr viel mit Geld zu tun. Denn die Münze soll ein Goldduplikat der Idee nach darstellen und ein Geldschein ist ein Versprechen auf etwas Gold im Tresor der Bank – das allerdings mehrfach vergeben wurde – also eher ein symbolisches Versprechen.

Außerdem ist Gold auch ein Rohstoff der Wirtschaft, den wir nicht nur in Zahnfüllungen wiederfinden. Sogar Kabel werden aus Gold gemacht, wegen des scheinbar geringen Qaulitätsverlustes.

Gold und die Börse

Gold war schon immer ein gewichtiger Faktor an der Börse und wird dort mit Vorzug gehandelt. Vor allem in Krisenzeiten stürzen sich viele Anleger in den Goldmarkt – was natürlich den Preis erhöht  – und sie verlassen andere Anlageformen – die dann natürlich sinken. Der Goldwert ist also ein Krisenindikator, der als Gegenwert zu beispielsweise dem Aktienmarkt, respektive dem DAX gilt.

Mit den heutigen Niedrigzinsen, der Angst vor der Überhitzung des Immobilienmarktes bleibt die Auswahl bezüglich der Anlageform seicht. Auch jetzt empfehlen viele Leute in Gold zu investieren. Doch es gibt hierbei mehr als nur den effektiven Kauf von Goldbarren – die es sogar in Automaten gibt (oder zumindest einmal gab?) und man sollte vorsichtig sein.

Es gibt auch die Unternehmen die Gold fördern und verarbeiten und manche von denen sind natürlich auch an der Börse. Und nicht unerwähnt sollen die Fonds bleiben – aber da mache ich einen Bogen drumherum, denn da kenn ich mich (noch) gar nicht aus.

Gold als Anlage

Wenn man de facto Gold kauft, sollte man folgendes beachten: Man darf ohne zu sagen wer man ist, sprich ID Nachweis, Gold im Wert von bis zu 15.000 Euro kaufen. Wenn das Gold diesen Wert übersteigt, so sagt das Gesetz, muss man sich identifizieren. Dazu gibt es Seiten, die sich nur damit beschäftigen und geben einen Überblick, wie Gold Depot, wovon auch ich einige Infos her hab.

Gold kann aber auch sehr fluktiativ sein und ist keine absolut sichere Anlage! Denn der Preis ist als Gegenstück zum Aktienhandel genauso den Schwankungen unterworfen. Am 19. Juni ist der Goldpreis um über drei Prozent gestiegen!

Genauso ist der Preis von einem Höhepunkt im März bis zum April um sieben Prozent gefallen. Und auch Ende Mai fiel der Preis für Gold. Gerade liegt der Preis für eine Unze Gold bei 1.315 US Dollar und der Trend hat einen Seitwärtskanal ausgebildet, obgleich es im mittelfristigen Trend eher Abwärts geht.

Aber es hat gerade eine neue Unterstützungslinie gefunden, die bei 1.317 US Dollar liegt, die das Gold seit dem Aufstieg am 19. Juni, noch nicht unterlaufen hat. Ein Indiz für eine Krise am Aktienmarkt? Die EZB hat bereits vor einer Überhitzung gewarnt… Oder sind wir schon mitten drin, nur der Dow Jones hält sich.

Das Dekaden-Allzeithoch liegt bei fast 2.000 US-Dollar/Unze. Damals war der DAX um ca. 25 Prozent gefallen… In Krisenzeiten also kauft man Gold, in guten Zeiten verkauft man es.

27. Juni 2014 in Börse

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