Hämorrhoiden & die Phytotherapie

Wie kann man mit pflanzlichen Wirkstoffen den Hämorrhoiden entgegenwirken? Pflanzen und Anwendungen.

Die Krankheit der Hämorrhoiden ist weit verbreitet, auch wenn kaum jemand darüber spricht – obwohl es sehr schmerzhaft sein kann. Es gibt zwei Arten von Hämorrhoiden, innerlich und äußerlich. Hämorrhoiden sind bläulich gefärbte und entzündete Erweiterungen der der Schwellkörper am Po, Plexus haemorrhoidalis. Sie entstehen meist um den Rektalausgang, sprich des Loches am Arsch.

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Wenn man Hämorrhoiden im Inneren hat, erkennt man es meist am Blut auf der Toilettenpapier beim Abtupfen. Die äußeren Hämorrhoiden kann man durch Abtasten des Areals erfahren. Die Anzeichen dieser Krankheit sind neben Schmerzen in der Gegend, auch ein Jucken oder Brennen.

Die Gründe für die Krankheit sind mannigfaltig und können oftmals durch zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol oder durch Übergewicht entstehen. Allerdings gibt es auch eine erbliche Präferenz und wenn man oft und viel schwer hebt, kann es zu Hämorrhoiden kommen. Der Effekt ist meist derselbe, die Schmerzen bedeuten einen hinderlichen Stuhlgang.

Was kann man dagegen tun?

Eine ärztliche Begutachtung und Ausschluss anderer Krankheiten ist sehr zu empfehlen. Die Vorsorge ist bekanntlich die beste Strategie. Wer erblich vorbelastet ist oder Grund zur Annahme hat, dass die Krankheit vorhanden ist, sollte auf seinen Stuhlgang achten. Dieser sollte weich sein. Wenn man Hämorrhoiden hat, sollte man weiches Papier benutzen und vielleicht mit einer Lotion, mit Wirkstoffen versehen, einsetzen.

Die äußerlichen Hämorrhoiden kann man mit Sitzbädern, Salben, Umschlägen und Zäpfchen behandeln. Zur Inneren Anwendung empfiehlt sich vor allem Tee. Der klassische Hämorrhoidentee besteht aus Kamille, Löwenzahn, Fenchel Hirtentäschel und Schafgarbe.

Zur Phytotherapie eignet sich Schargarbe und Mäusedornwurzel, sie wirken sich positiv auf die Adern aus. Gegen die Schwellung und den Juckreiz lohnt der Einsatz von Hamamelisblätter, Eichenrinde und Walnussblätter. Zur besseren Blutstillung nutzt man ebenfalls Schafgarbe, Hirtentäschel und die Blätter der Zaubernuss. Gegen die Entzündung geht man mit der Kamille oder der Ringelblume vor, aber auch hier hilft die Schafgarbe.

Der Leber hilft die Mariendistel, der Löwenzahn und die Artischocke. Weitere Pflanzen, die man einsetzen könnte, wären:

  • Arnika, was entzündungshemmend wirkt
  • Beinwell, der wundheilfördernd und schmerzlindernd ist
  • Blutwurz, trocknet und wirkt gegen den Juckreiz
  • Johanniskraut, gegen Schmerzen und Entzündungen
  • Leinsamen, gut zur Wundheilung
  • Malve, gegen Jucken und schützt die Schleimhaut
  • Pappel, beruhigt und ist tonisierend, zudem wirkt es gegen den Juckreiz
3. August 2016 in Gesundheit, Natur

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One Response to Hämorrhoiden & die Phytotherapie

  1. schlaubi 16. Januar 2017 at 10:54 #

    „Wenn man Hämorrhoiden hat, sollte man weiches Papier benutzen und vielleicht mit einer Lotion, mit Wirkstoffen versehen, einsetzen.“ – das ist aber falsch, jedenfalls das mit der Lotion und irgendwelchen Wirkstoffen.

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