Hecken – Pflanzen & Schneiden

Eine Hecke dient in der Regel dem Sichtschutz oder der Attraktivität. In jedem Fall gibt es einiges zu beachten.

Hecken sind m.E. schöner anzusehen, als Zäune – aber das ist Geschmackssache. Hecken dienen auch zu mehr, als nur zum Sichtschutz oder um sie anzusehen. Sie mindern den Windzug und den Lärm ab, und bieten Lebensraum für etliche Tiere. Die Auswahl an Heckenhölzern ist groß.

Hecke

Hecke

Für sonnige Plätze und guten Boden eignen sich beispielsweise die Zierquitte, der Maiblumenstrauch, die Blauraute, der Fingerstrauch, der Herbstflieder, Spiere oder Strauchrosen. Wer eher eine Blütenhecke bevorzugt, findet sich mit Goldglöckchen, Rankunkelstrauch, Johannisbeere für das Frühjahr – und Schmetterlingsstrauch oder Gartenjasmin für den Sommer wieder. Wer heimische Arten präferiert kann Kornelkirche, Schlehe oder Wildrosen nutzen.

Die Art der Hecke ist auch vom gewünschten Effekt abhängig. Sichtschutzhecken sollten zwar hoch wachsen, aber nicht allzuhoch. Dafür bieten sich Heckenarten an, die man stark zurückschneiden kann. Wer sich vor dem Wind schützen will, sollte sich Sommergrüne Hecken ansehen. Buchenhecken reduzieren beispielsweise den Wind, lassen ihn aber dennoch durch. Wem es vor allem um eine Einfassung geht, kann Buchs oder Zwergmispel nutzen.

Die Hecke pflanzt man am besten mit einer bereits gut gewachsenen Version an, denn die kann sich schneller an die Umgebung anpassen. Um den Graben auch an der richtigen Stelle zu erstellen, sollte man es genau ausmessen und mit einer Schnur anzeigen. Eine Person hält dann den Busch und eine weitere schüttet die Erde wieder rauf.

Wenn die Hecke bereits steht, muss man die Schneidezeiten beachten. Von März bis September dürfen die Hecken nicht drastisch zurückgeschnitten werden, trimmen aber schon. Das hängt mit dem Kleinvieh zusammen, das in der Hecke lebt. Hecken sind kleine Ökoysteme mit viel Fauna in der Flora. Weitere Einschränken finden sich bezüglich der Grenz- und Nachbarschaftsgesetzen, was u.a. mit Lautstärke, Mittagsruhe und dergleichen zu tun hat.

Laubhölzer trimmt man Ende Juni, dann sind die Vögel bereits flügge geworden, die eventuell darin nisten. Den zweiten kurzen Schnitt zum Abtrennen überflüssiger und herausragender Zweige, macht man dann im August. Nadelhölzer kann man im Juli schneiden. Wie man die Hecke formt, bleibt der Fantasie überlassen. Torbögen macht man am besten mit Rosensträuchern.

Wenn die Hecke angewachsen ist kann man sie auch schneiden. Wenn es zu groß oder zu verwuchert ist, schneidet man die Hecke kräftig zurück, sofern die das auch vertragen kann. Das macht man im frühen Frühjahr und nach etwa zwei bis drei Jahren ist das Loch zugewachsen. Besonders quirlige Verästelungen sollte man regelmäßig entfernen.

Wenn man darin Schäden findet, muss man das Holz bis zu den gesunden Trieben zurückschneiden. Das heilt normalerweise schnell, vor allem wenn Licht rankommt. Notfalls kann man ein paar Zweige mit einem Stab zusammenbinden. Ist das Teil nicht mehr zu retten, muss man in den sauren Apfel beißen und den Strauch oder Busch ersetzen. Dabei gilt es, den oberen Teil zu beachten.

11. Mai 2017 in Kultur & Zuhause, Natur, Story-Kommentar

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