Hirtentäschel – Heilkraut bei Blutungen

Das Hirtentäschel ist in seinen Anwendungsfeldern breit gefächert, aber es hat immer mit Blut zu tun.

Das Heilkraut Hirtentäschel findet sich fast auf der ganzen Welt. Es tritt nach der Schneeschmelze zu tage und blüht von März bis November. Der Name rührt von den Samen der Pflanze, die den Taschen der Hirten früher ähneln sollen.

Hirtentaeschel

Hirtentäschel als Heilkraut

Die Hauptwirkung des Hirtentäschel oder Capsella bursa-pastoris ist die Eigenschaft zur Blutstillung. Das hängt mit der Verengung der Blutgefäße zusammen. Es wird daher bei Hautverletzungen oder Nasenbluten eingesetzt. Es kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden, meistens als Tee, als Waschung oder als Sitzbad. Bei Nasenbluten kann man die Tinktur oder den Tee auch schnupfen, die Wirkstoffe werden dann über die Schleimhaut aufgenommen.

Außerdem soll es bei Zwischenblutungen oder zu langen Menstruationszyklen genutzt werden. Zudem steigert es die Uteruskontraktionen, was bei Wehen relevant ist. Und die blutstillende Wirkung wird zur innerlicher Behandlung, wie bei Hämorrhoiden, herangezogen.  Tees oder Tinkturen sollten die tägliche Dosis von 10 bis 15 Gramm nicht überschreiten. Bei Hautaufschürfungen und dererlei mehr kann man rund vier Gramm auf 150 ml heißes Wasser aufgießen und damit Umschläge machen.

Es wirkt im Übrigen auch anregend auf die Darmmuskulatur, die dann etwas besser abführen kann. Die Wirkstoffe in der Pflanze sind unter anderem Flavonoide, Phenolcarbonsäure, Kalium, Vitamin C und Amine.

28. Februar 2017 in Gesundheit, Natur

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