Intelligente Munition, die immer trifft | US-Militär

Eine Abteilung des US-Militärs hat eine Kugel entwickelt, die sich vermutlich selbst lenkt und das Ziel verfolgt.

Die Zukunft der Kriege wird durch automatisierte Waffen bestimmt. Gerade erst hat gab es Diskussionen um das Verbot, auf Grund von Studien von Human Rights Watch. Danach fördere die Technik die Verantwortungslosigkeit. Schon rechtlich ist es eine Frage, ob ein Staat für die Taten einer Maschine zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Maschinengewehr

Nach autonomen Drohnen kommt nun die autonome Kugel! Die DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) ist die Unterabteilung des US-Militärs für High-Techsysteme. Diese hat eine Kugel entwickelt, die das bewegliche Ziel verfolgen kann.

In dem Video (siehe unten) wird die Funktionsweise erklärt, dabei trifft die Person, die geschossen hat – immer. Auch wenn sich das Ziel bewegt, oder starker Seitenwind besteht – die Kugel findet das Ziel. Das ist erschreckend und erinnert tatsächlich an „Das fünfte Element“, … „Ein Schuss und die anderen gehen Kugeln in dasselbe Ziel.“ (sinngemäß).

Fraglich ist, wie die Kugel das Ziel findet und ob es hier noch einer zielgebenden Information bedarf; wie eines Lasers, der das Ziel anvisiert. Aber womöglich ist die gesamte Technik in der Kugel. Mit Telematik und Sensoren ausgestattet können auch Autos ihren Weg von alleine finden. Eine Kugel fliegt mit hoher Geschwindigkeit, was eine ungeheuren Rechenkapazität in Anspruch nimmt. Findet die Berechnung in der Kugel statt? Oder hat sie eine Sendeeinheit? In der Zeit wie die Kugel braucht ins Ziel zu gelangen, ist ein Versuch, die Kugel zu hacken und zu manipulieren, sinnlos.

Die Einsatzmöglichkeiten aber sind riesig. Ein Scharfschütze kann aus der Deckung heraus ein Attentat verüben, wobei man (jetzt noch, aber einen Wettbewerb darüber wird es schon geben) sofort weiß, welche Regierung abdrücken ließ. Braucht es dann überhaupt noch Soldaten? Dann kann man doch eine Maschine vorfahren, die die Kugeln ausspuckt und wieder wegfährt. Wenn die Technik in eine Kugel passt, welche Technik passt dann erst in kleine Raketen?

Fraglich ist auch, bis zu welcher Entfernung sich die Kugel steuern kann. Muss man dann überhaupt das Schlachtfeld betreten? Kann man eine Kugel in den USA abschießen und sie trifft eine Person am anderen Ende der Welt? (Ich will jetzt nicht spekulieren, welches Ziel man da anvisieren könnte.) Sitzt dann vielleicht eine Person, wie jetzt die Drohnensteuerenden, in einem Raum und schießt eine Kugel durch die Welt?

Wie sieht es mit der Verantwortung beim Einsatz von autonomen Kugeln aus? Was wenn das Ziel doch nicht getroffen wird?

30. April 2015 in Story-Kommentar, Technik & Internet

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One Response to Intelligente Munition, die immer trifft | US-Militär

  1. sickboy 7. Mai 2015 at 21:48 #

    Vielleicht kämpfen bald nur noch Maschinen gegeneinander 😀

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