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Ist Afrika noch zu helfen?

Warum scheint Afrika - im Gegensatz zu den asiatischen Staaten - bei der Globalisierung an den Rand gedrängt zu werden? Kann man überhaupt pauschal von einem Afrika sprechen? Es gibt Länder, wie zum Beispiel Botswana oder Südafrika, die sich positiv entwickeln, während andere Staaten scheitern. Warum ist das so? Und überhaupt: Ist Afrika noch zu helfen? Darüber diskutierten am 14. September 2006 Experten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaftler, afrikanische Künstler und Journalisten. Die Diskussion zeigt vor allem, wie kompliziert die Problematik ist und wie viele unterschiedliche Aspekte dabei eine Rolle spielen. Allein die Frage, ob die afrikanischen Länder eine stärkere finanzielle Unterstützung brauchen oder es vielleicht besser ist, an die Eigenverantwortung der Regierungen zu appellieren, hätte ohne Probleme den ganzen Abend füllen können. Überhaupt ist es schwer, allgemein gültige Strategien für Afrika zu entwickeln, denn dieser riesige Kontinent wird allzu oft als Einheit betrachtet, ohne damit seinen unzähligen Facetten gerecht zu werden. Daher suchten die Experten und Gäste der Veranstaltung nicht nach der einen, universalen Antwort. Vielmehr wurde betont, wie wichtig ein differenziertes Verständnis für diesen kontroversen, aber auch spannenden Kontinent ist. Dabei war eine weitere Frage besonders wichtig: Wie bringt man Frieden in die zahlreichen Krisenregioneen? Welche Rolle spielen dabei die internationalen Schutztruppen, die in Ländern wie dem Kongo den Demokratisierungsprozess unterstützen sollen? Im Anschluss an die Diskussion tanzten die Besucher ausgelassen zu den Rhythmen des deutsch-nigerianischen HipHop Musikers Adé Bantu und seiner 11-köpfigen Afrobeat Academy. Die geballte Energie und Vitalität der Musik von Adé verbindet eindrucksvoll musikalische Vielseitigkeit mit einem klaren politischen Statement - unmissverständlicher Widerstand gegen Rassismus.
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Tags: Afrika
