Luftfeuchtigkeit und Schimmelbildung | Tatort Fenster

Immer wieder stelle ich fest, dass viele Leute es nicht verstehen, warum man ein Fenster nicht kippen darf, um es zu lüften. Ich will es mal so versuchen…

Es ist zwar logisch, aber man muss sich auch klar machen, dass es die Feuchtigkeit im Haus ist, die den Schimmel bilden lässt. Und diese Feuchtigkeit ist nicht nur im Bad vorhanden, sie ist überall vorhanden, denn schon allein der Mensch sondert mehr als einen Liter Feuchtigkeit pro Tag aus, auch wenn man nicht schwitzt, beim Schwitzen verbraucht man natürlich noch mehr. Das Wasser sammelt sich in der Luft.

Schimmelpilz an der Wand

Die Luftfeuchtigkeit allein ist ja noch nicht mal das Problem, sondern das Lüften, bzw. das korrekte Lüften. Denn wenn man das Fenster nur kippt, gibt es nicht nur zu wenig und zu langsam Luftaustausch, sondern vor allem wird sich die Feuchtigkeit an der Decke niederlassen.

Nehmen wir ein warmes Bad, das mit der feuchten Luft einer heißen Dusche erwärmte ist. Wenn man das Fenster kippt kühlt die Decke an dieser Stelle ab, was dazu führt, dass sich genau dort Kondenswasser bildet, die Grundlage für den Schimmel.

Das ist vergleichbar mit der Brille, die beschlägt, wenn man vom Kalten ins Warme kommt, oder wenn man die Fenster im Winter aufmacht – die Feuchtigkeit sammelt sich aus der Luft an den Stellen wo es kälter ist. So wird es dann im Bad an dieser Stelle schimmeln und von dort breiten sich die Sporen der Pilze überall hin aus.

Daher sollte man das ganze Fenster soweit wie möglich öffnen und im Winter warten, bis die Scheibe nicht mehr beschlagen ist. Dann hat sich zwar die Temperatur, aber eben auch die Luftfeuchtigkeit ausgeglichen. Außerdem erwärmt sich frische Luft schneller, da man ja auch viel Kohlenstoffdioxid, neben dem Wasser, aus stößt. Und dieser lässt die Luft nicht so schnell erwärmen.

18. November 2015 in Gesundheit, Kultur & Zuhause

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