Marketing: Aus 4 Ps werden 4 Cs und dann wieder Ps

Was sind die berühmt-berüchtigten vier Ps (auf englisch) der Werbung und warum wurden daraus die vier Cs und dann wieder Ps? Ein kleiner Einblick in die Welt des Marketings.

Die schöne Welt des Marketings, die immer wieder das menschliche Sein durchdringt, um so die Werbung besser zu platzieren. Die Idee ist nicht neu, auch wenn man sie vor allem in Bezug auf Facebook, Google und Co. hört.

Fahrzeug Praesentaton Vans

Showroom Fahrzeuge: Präsentation.

Jeden Tag werden wir von der Werbung umgeben. Uns fällt das zuweilen gar nicht mehr richtig auf. Aber die Fachleute wissen genau was sie tun. Die Unternehmensführung ist ein wesentlicher Teil dessen und diese beruht auf Dekaden der Forschung und Anpassung.

Das klassische Marketing, also die althergebrachte Weise, besteht aus den ‚heiligen‘ vier Ps. Diese stehen für „Product, Price, Place & Promotion“. Grob übersetzt steht das für das Produkt, das man vermarkten möchte, den Preis, den man aufrufen möchte, die Vertriebskanäle, sowie die Kommunikation mit der Kundschaft.

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand die erste Klassifizierung dieser Marketingstrategie. Darin werden die vier Ps erstmals als die Säulen der Unternehmensführung genannt.

Mit dem P für Produkt meint man alle das Produkt betreffende Maßnahmen – vom Design bis zum Verkauf. Vorrangig geht es aber darum, das Produkt zu verbessern; respektive es besser vermarkten zu können. So sollte man in die Breite (also beispielsweise verschiedene Modelle der Automarke xyz) und in die Tiefe (also Sonderausstattung des Wagens) gehen.

Der P für Preis betrifft die die Preisgestaltung. Dazu gehören die Rabatte, Skonto und dererlei mehr. Man nimmt also alle Kosten, inklusive der Angestellten, Produktionskosten und Gewinn und berechnet die Stückkosten. Und das Ganze sollte man natürlich mit dem Marktpreis vergleichen, das gilt normalerweise als Vergleichswert. Angebot und Nachfrage und der Gleichen mehr…

Das P für Promotion, also Kundenkommunikation dient der Abstimmung nach Außen. Also beispielsweise die Ausstrahlung von Werbesendungen. Dank der digitalen Welt zählen hierzu neuerdings auch die sozialen Medien, wie Facebook aber auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) mit Weisheiten wie „Content is King“ – wie wichtig der Inhalt ist, der aus Bildern, Texten und Videos besteht. Dabei ist der Online Bereich extra wichtig, weswegen man die Seiten für mobile Geräte optimieren muss.

Das P für Place meint das Vertriebsmanagement. Also verkauft man das Produkt im Laden oder Online oder über spezielle Branchen und dererlei mehr.

In den 70er Jahren wurden aus den Ps Cs. Das Produkt wird zur Commodity (Ware), der Preis wird zu Cost (Kosten), die Promotion wird zur Kommunikation (Communication) und der Place wird zum Channel (Verkaufskanal). Im Prinzip dasselbe, aber aus einem anderen Standpunkt heraus betrachtet. Die Wortwahl ändert daran eben doch sehr viel.

Die Perspektive ändert sich in den 90er Jahren – es bleibt zwar bei den Cs, jedoch wandelt sich das Selbstbildnis des Marktes erneut. Ich denke die Individiualisierung der Zeit ließ auch das Marketing nicht unbeeindruckt. Der Preis bleibt bei Cost und die Promtion die Kommunikation. Aber aus dem P für Produkt wird der Cosumer (Konsument) und aus dem Place wird die Bequemlichkeit (Convenience). So hört man es auch zuweilen im öffentlichen Nahverkehr, dass man sich für die Umbequemlichkeiten entschuldigt.

Und der aktuelle Stand ist die Rückkehr zu den Ps. Aber inzwischen zählt man zehn Ps. Im Prinzip hat man die vier Säulen des Unternehmensmanagements in alle Einzelteile zerteilt. Damit, so meine Meinung, kann man besser skalieren. Aber es hat auch mit der änderten Sicht der Gesellschaft auf Dinge und die Änderung der Arbeitswelt, Stichwort Dienstleitungssektor, zu tun.

Da hätten wie das Prozessmanagement, die Verpackungsabteilung, die Personalabteilung und ihre Politik, die Identität, die Unternehmenspolitik, das Verkaufsdesign, Repräsentation, Soziale Medien, Produktplatzierung und das Gefühl des Produkts. Dazu gehört auch die Kundenbindung.

Die Einzelheiten erfährt man gut gelistet auf Wikipedia.

13. Dezember 2016 in Story-Kommentar, Wirtschaft

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