Mumie 2017 – Filmkritik

Ich habe mir den Film Die Mumie in der neuesten Version als 3D Film angesehen…

Also grundsätzlich ist es meines Erachtens ein Mix aus dem Vorgängerfilm: Die Mumie von 1999, dem Klassiker American Werwolf und die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen – das Ganze als 3D.

Die Story ist relativ schnell erzählt: Ein Grabräuber (Tom Cruise) und eine schöne Archäologin (Annabelle Wallis), die im Auftrag (VORSICHT SPOILER) von Dr. Jekyll (und Mr. Hide) arbeitet und daher die Liga-Anleihen, retten die Welt vor einer Mumie aus dem alten Ägypten. Die verfluchte Frau sollte Pharaonin werden, doch es sollte nicht sein. Da hat sich sich mit den Mächten des Bösen zusammengetan, was im Film mit dem Teufel oder anderen religiösen Legenden gleichgesetzt werden. Bei den Ägyptern soll das Seth gewesen sein, der Gott des Todes. Eigentlich das Kind der Liebe des wahren Gottes der Unterwelt, Osris, der verbannt war und dessen Geliebte Isis im Reich der Götter blieb. Aber sei es drum…

Die Kreuzritter haben einen Teil dann nach England gebracht, weswegen das Flugzeug auf ominöse Weise dort abstürzte. Das ist zwar eine witzige Idee, jedoch ist die Szene im Flugzeug m.E. auch geklaut bei einem anderen Horrorfilm, der mir aber gerade nicht einfällt. Der Auserwählte, also der Grabräuber, hatte die Verfluchte befreit und soll dafür das Gefäß von Seth werden. Das führt beim Grabräuber zu einigen Visionen, die tatsächlich gut gemacht sind – auch in ihrer Wirkung.

Die Anleihe von American Werwolf ist der Freund, der in diesem Fall (VORSICHT SPOILER) nicht nur stirbt, sondern auch als Geist zurückkommt. Das gibt dem Ganzen auch noch mehr Horroreffekt. Für FSK 12 ist der Film m.E. vielleicht doch etwas brutal…

Der Hauptdarsteller ist Tom Cruise, der m.E. auch nicht so geeignet dafür war. Es ist, wie das Original von 1999, ein Abenteuerkomödie, die aber Horrorelemente mit sich bringt. Coole Sprüche, das kann Tom Cruise sicherlich, aber nicht so, dass es auf einen Lacher hinauslaufen soll.

In einer Szene spricht man sogar von dem jungen Mann und tatsächlich sieht er nicht so aus, als würde er auf die 60 zugehen. Ob man da digital nachgeholfen hat? Auch gab es keine Szene in der man die Größe der Schauspielenden vergleichen konnte.

Fazit: Viel geklaut bei anderen Filmen, aber nett gemacht und in 3D auch sehenswert. Die Schmunzler kommen nicht so gut rüber, aber das wird mit viel Action ausgeglichen. Für FSK 12 etwas zu viel brutale Szenen, wie ich finde: mehr Horroraction, also Horrorkomödie.

28. Juni 2017 in Kultur & Zuhause, Story-Kommentar

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