Netanjahu’s Rede vor dem US-Kongress

Benjamin Netanjahu, der israelische Ministerpräsident, war in den Kongress eingeladen.

Der Vorgang selbst, war ein Affront an den US-Präsidenten, der mit dem israelischen Präsidenten nicht so gut klar kommt. Aber ohne Einladung des weißen Hauses kommt normaler weise kein Regierungsoberhaupt in die USA. Entsprechend wurde Netanjahu nicht empfangen.

Zerfledderte US Flagge

Jedoch durfte er eine Rede vor dem US-Kongress halten. Die Aussagen dieser recht langen Rede, kann man in wenigen Punkten zusammen fassen: 1. Israel ist der tollste Staat der Welt. Ich fürchtete schon er würde sagen, die USA wäre das und würde den selben Fehler machen wie einst der Berliner CDU-Chef, als er in München so etwas sagte. Aber zurück zu diesem Konservativen: 2. Iran ist das Böse schlechthin und unterstütze den Terrorismus und das muss bekämpft werden. Und 3: Die Verhandlungen mit dem Iran müssen beendet werden, der Iran muss isoliert werden und dererlei mehr. Obama ist ja für Annäherung und traf sich bezüglich deren Atomprogramm. Netanjahu will genau das verhindern. Außerdem hat er im Inneren kaum Zuspruch, er muss im Ausland punkten – ja, der Wahlkampf in Israel hat begonnen.

Die ganze Rede empfand ich als recht platt und wenig ausgefeilt. Jedoch war es wohl im Stil der US-Republikaner – voll mit Pathos und Angstmacherei. Er zitierte sogar aus der Bibel, respektive Talmud. Ja, darauf stehen die Konservativen – nicht nur in Israel oder den USA, wohl  weltweit. Er schloss übrigens mit den typisch konservativen Abschiedworten: God bless Israel and United States of America. Mehrfach stand der Kongress auf und brachten dem israelischen Regierungschef Standing Ovation entgegen. Er hat wohl die richtigen Schlüsselwörter benutzt, dann kommt das bei diesen Leuten so als Effekt. (Nur n Spaß)

Netanjahu ist ja der Chef des konservativen Likud-Blocks in Israel und eingeladen war er von den Konservativen der USA. Bilden die Konservativen weltweit nun eine Einheit? Das ist ja eigentlich so gar nicht in ihrer Natur.

3. März 2015 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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