Nordkorea – nach dem Anführer?

Der Konflikt mit Nordkorea eskaliert – was würde passieren wenn Kim Jong Un herausnehmen würde?

Nordkorea ist ideologisch eingeschworen auf ihren Führer Kim Jong Un. Nun gab es Gerüchte, wonach der CIA – offenbar in Zusammenarbeit mit Südkorea – plane, den nordkoreanischen Anführer zu liquidieren. Tatsächlich würde ich es Trunp zutrauen, den entsprechenden Auftrag zu erteilen. Schließlich handelt er spontan ohne zu überlegen, wie er mehrfach bewies. Er glaubt auch nicht an die Unschuld seiner Regierung und solche Aufträge gab es auch unter den vorherigen Präsidenten der USA. Aber er will ihn offenbar nun sogar treffen.

Fragezeichen

Doch was würde in einem derart machtzentrierten Land geschehen, sollte man den Plan umsetzen? Es würde ein Machtvakuum erzeugen, wenn diese zentrale Machtinstanz wegfallen würde. Sprich: Es bräuchte einen Plan zur friedlichen Übernahme der Regierungsgewalt, sollte man das umsetzen wollen. Wie es sonst abläuft bewies der Irak, wo sich der sogenannte „IS“ breit machte.

Sollte er einfach getötet werden, würden Warlords entstehen, die gewisse Territorien für sich beanspruchen würden. Es würde nicht einfach eine Demokratie entstehen – woraus auch? Es würden sich neue Despoten auftun, ziemlich wahrscheinlich aus dem mächtigen Militär. Glaubt man den Interpretationen über die Vorgänge in Nordkorea, tobt im Hintergrund bereits seit Jahren ein Machtkampf.

Zu Bedenken ist auch, dass das Land offenbar über mehr Nuklearpotential verfügt als gedacht. Dass ist doch die Strategie des Mannes, dass wenn man ihn angreift, er Atomwaffen hat. Sollte er wegfallen, an wen fiele dieses Atompotential? Wäre es dann sicherer? Vermutlich nicht.

Würde Kim Jong Un angreifen, so würde er wohl Japan attackieren. Schließlich braucht er Ressourcen, die er dann in Südkorea suchen würde. Der Fallout zu dicht am eigenen Gebiet könnte das arme Land vollends in den Abgrund treiben. Aber das Angriffsszenario ist m.E. unwahrscheinlich, wenn er Mühe hat, sich an der Macht zu halten. Alles unter der Bedingung, dass er logischen Argumenten folgt. Er könnte ja auch agieren, wie Trump.

7. Mai 2017 in Politik & Medien, Story-Kommentar

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