NSA, Gott und die Überwachung

Die NSA weiß ja alles, weil sie hören und sehen und lesen ja alles! Sie sind etwas, was der gemeine Christ noch aus der Kirche kennt: Gott sah auch immer alles.

Da sie auch diese Zeilen lesen, gut das kann ja jeder, könnte man gerade das Gebet formulieren: Ich habe heute Rühreier gegessen, oh NSA, sage mir, wie viel Kalorien habe ich zu mir genommen, macht es mein Cholesterinspiegel mit? Oh Allwissende NSA, gebt mir ein Zeichen. Gilt jetzt Rülpsen auch?

Glitzer

Heute ist ja der Staat der neue Gott, wie ich es schon einmal beschrieben habe. Die absolute Verkörperung ist nun die NSA in dieser Geschichte. Führen wir den Gedanken doch mal weiter, warum macht das die NSA – natürlich aus Machtgründen – ist ja offensichtlich in einer Informationgsgesellschaft.

Die Macht entspricht der Pastoralmacht, wie Foucault sie beschrieben hat. Er nahm als Beispiel das Panopticon, das Gefängnis des Architekten Bentham. Das revolutionäre an diesem Bau ist, dass der Wächter nicht gesehen wird und der Gefangene nicht weiß, ob er vom Wächter gesehen wird. Theoretisch könnte er immer schauen, aber der Gefangene weiß es nicht. Dadurch verhält sich der Gefangene wie man es von ihm erwartet. Wem das zu viel ist, gibt es auf  denker.net eine kurze Zusammenfassung und etwas wissenschaftlicher auf dem Soziologie & Politik Blog.

Dasselbe Prinzip hat die Kirche mit dem allsehenden Gott. Der Staat hat seinen Geheimdienst.

4. November 2013 in Kultur & Zuhause, Politik & Medien, Story-Kolumne

One Response to NSA, Gott und die Überwachung

  1. Kai Denker 4. November 2013 at 17:35 #

    Na, geh, das ist ja auch von mir kein wissenschaftlicher Text, sondern bloß ein kurzer Abstract. 😉

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