NSA Skandale und die Medien

Ein neues Onlineprojekt ist gestartet, dass sich speziell um Bürgerrechte, Korruption und Geheimdienste kümmern soll und geführt wird es von den Leuten, denen sich Edward Snowden damals anvertraute.

Was Wikileaks begonnen hat ist nunmehr ein richtiger Trend geworden. Fast schon zur Gewohnheit und damit auch zur Gewissheit ist geworden, dass vermutlich alle – nicht nur die NSA – alles und jeden abhören können und vielleicht auch machen. Ich komme mir schon überwacht vor, wer weiß ob’s stimmt.

Überwachungskamera

Ich weiß, ich schreib in letzter Zeit nur noch über sowas, aber das regt mich auch einfach gerade auf – Sorry, wenn es schon nervt.

Die Industriespionage ist was anderes, da geht es ja um bare Münze, aber was kann man gegen die NSA schon ausrichten? Vielleicht helfen den Chefs mit Industriegeheimnissen ja kleine Dinge, wie besondere Sicherheitsservices oder eine Beratung, es gibt ja schließlich Spezialisten. Ein Siemenssprecher meinte ja, man müsse einfach schneller entwickeln, dann können sie das alte Zeugs quasi gerne klauen. Allerdings gehört die US-Regierung zu den Kunden von Siemens, wie die Welt weiß. Aber für den Normalsterblichen..?

Der Guardian hat schwer zu kämpfen gehabt und dessen Chefredakteur wurde von einer offiziellen britischen Kommission gefragt, ob er sein Land – also Großbritannien – lieben würde, wenn er all das veröffentlicht, was Snowden ihm gab. Es mutet wie die McCarthy Ära an, oder darf man vielleicht sogar Hexenverfolgung sagen?

Unsere verbrieften Rechte sind unterlaufen worden und zwar im ganz großen Stil – Ihr wißt ja, Moral von den Herrschenden… Mit der Angst vor Terrorismus werden unsere Rechte uns erst als Privilegien verkauft und dann ganz mißachtet und das unter der Gewißheit aller.

Neue Medien braucht das Land?

Jetzt ist mit dieser Enthüllungsplattform ein neues Projekt gestartet „The Intercept“ – wo ein Ex-Guardian Mitarbeiter und weitere Journalisten – sich um die weiteren Snowden Akten kümmern. Obgleich man von dem Ebay Chef finanziert ist (und alle die da mal gearbeitet haben, fragen sich jetzt – wie bitte?), versichert man, man habe keinerlei Einschränkung in der Pressefreiheit. Etwas plausibel klingt es, da Pierre Omidyar, auch schon die Washington Post kaufen wollte, was aber Amazon gemacht hat.

Wer sich also up to daten halten will, muss sich die oben verlinkte Seite bookmarken. Erste Artikel findet man dort auch schon, dabei geht es um Drohnenangriffe der USA oder Fotos von NSA Gebäuden. Who will babysit the babysitters? (Frei nach Jello Biafra).

Im Übrigen ist heute der offizielle Internet-Sicherheits-Tag – am 11. Februar eben…

11. Februar 2014 in Politik & Medien, Story-Kommentar, Technik & Internet

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