Öffentlich-Rechtliche & die Sportereignis-Kosten

Die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF geben viel zu viel Geld für Sportereignisse aus.

Der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender, die die Bevölkerung ja schließlich mit der GEZ Gebühr bezahlt, lautet: Nachrichten und eine breites Kulturangebot.

Olympische Ringe Stadion Berlin

Olympische Ringe Stadion Berlin

Doch statt investigativem Journalismus, was ein echter Mehrwert für die Republik wäre, gibt man vor allem für Sportereignisse Geld aus. Für Fußball Spiele die alles andere als ein breites Sportangebot bieten.

Bei den Senderechten bezüglich der Olympischen Spiele für die nächsten sechs Jahre haben sich die Sender ARD und ZDF mit dem Privatsender Discovery geeinigt. Discovery zahlte offenbar insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Die Oberfrechheit ist, man sagt uns nicht mal was wir alle, also ARD und ZDF, dafür bezahlt haben. Schöne Transparenz. Ich will wissen, was das gekostet hat – ich hab es ja schließlich mitbezahlt!

Es muss ein Ende mit dem Kommerz des Sports sein und wenn nicht, muss sich zumindest der Staat heraus halten. Kürzungen für alle Sportarten, die das Gemeinschaftsgefühl nur durch einen Gegner ermöglichen. Stattdessen Förderung für Sportarten, die das Gemeinschaftsgefühl ohne domestizierte Kriegsgegner erreichen.

Wenn die Fußballspieler so viel verdienen, sollen sie den Sport doch finanzieren. Die ganzen Vereinsgelände, die Freistellungen und Sonderrechte, die Subventionierung durch Steuererlass und Bereitstellung von Immobilen: Nur noch für Sportarten, die auf ein echtes Gemeinschaftsgefühl setzen.

Und die staatlichen Rundfunkanstalten sollten sich ihre Ziele nochmal ansehen: Ein breites Angebot und von allem etwas – nicht nur Fußball, Olympia und dererlei mehr. Schließlich ist Cricket ebenfalls ein sehr häufig ausgeübter Sport und zwar auf der ganzen Welt – davon ist im Fernsehen nichts zu sehen. Das ist langweilig? Dann weißt Du ja, wie es mir mit allen Sportarten geht! SWITCH!

5. September 2017 in Kultur & Zuhause, Politik & Medien, Story-Kommentar

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