Private Krankenversicherungen & Telemetrie

Die privaten Krankenkassen sind immer wieder in den Medien. Für wen sind die privaten Krankenkassen eigentlich interessant? Und wie sieht die Zukunft aus?

Die Krankenkasse ist eine Errungenschaft des 19. Jahrhunderts, die ganze Sozialversicherungen eben. Zwar hat sie Bismarck eingeführt, doch waren es linke Forderungen, die umgesetzt wurden, um diesen Teil der Bevölkerung zu „entmachten“.

Chip Krankenkassen Karte

Heutzutage gibt es nicht nur Krankenkassen, es gibt gesetzliche und private Krankenkassen. Die gesetzliche Krankenkasse ist das ursprüngliche Modell, das auf Solidarität basiert. Wenn man jung ist, ist das oft teurer als eine private Versicherung, doch die Jugend ist ja bekanntlich vergänglich.

In den Medien wurde oftmals geäußert, dass die Beiträge für private Krankenkassen gestiegen sind. Das mag an den mangelnden Zinseinnahmen liegen, aber der Anstieg war auch nicht besonders hoch.

Großverdienende sind oftmals an privaten Krankenkassen interessiert, da diese mehr in der Gesetzlichen bezahlen müssen. Doch auch hier ist das Alter relevant, denn die Beiträge mit steigendem Alter ebenfalls hoch gehen. Beamten müssen sich teils privat versichern, werden aber dafür auch entsprechend entschädigt.

Für Personen, die in einem „normalen“ Anstellungsverhältnis arbeiten, ist die Private kaum interessant. Auch wenn man zu Anfang spart, zahlt man im Alter oft drauf. Dann kann man aber dennoch noch etwas machen. Einerseits kann man in einen anderen Tarif wechseln, wobei sich die ein oder andere Versicherungen dabei nicht so erfreut zeigen wird. Man kann sich auch den Selbstbehalt erhöhen und damit hoffen, dass nichts passiert. Aber es gibt noch andere Tipps zur Kostensenkung.

Wie entwickelt sich das weiter mit der Versicherung? Derzeit gibt es einen Trend zur Telemetrie-Gesundheit. Das bedeutet die Überwachung der Menschen in ihrem gesundheitlichen Zustand. Die Smartwatch oder ein einfaches Bändchen misst den Zustand des Körpers und übermittelt die Daten. Damit kann man auch beispielsweise den Alkoholkonsum oder die Sportanstrengungen beobachten. Vermutlich fließt auch die Analyse des genetischen Materials in die Beitragsberechnung mit ein. Dass das in absehbare Zeit Einfluss auf Versicherungsbeiträge haben wird, scheint mir unaufhaltsam. Das gleiche Prinzip gilt auch für Kfz-Versicherungen. Klar, beworben wird das mit mehr Sicherheit. Letztlich geht es aber um eine Profit-Erhöhung, wenn man mich fragt.

Die gläsernen Versicherungnehmenden sind der nächste Schritt, dagegen war die Einführung der Chip-Gesundheitskarte noch eine Bagatelle. Die Vernetzung wird den Menschen für Versicherungen (aller Art) wie ein Buch offen legen…

11. März 2015 in Story-Kommentar, Wirtschaft

, , , ,

No comments yet.

Schreibe einen Kommentar