Putin, die Macht und das 21. Jahrhundert

Auch das ist wohl ein Effekt der sich im 21. Jahrhundert entwickelt: Putins aggressives Vorgehen auf der Krim, respektive Ukraine, hat sich im Sprachgebrauch eingefunden. Und die Frage: Wer nutzt die Krise wie?

Es ist der Spruch: „Mach mir den Putin!“ Oder: „Machst Du mir hier den Putin?“ – so äußern sich einige Leute, wenn ihnen jemand stressig oder aggressiv entgegenkommt. Das betrifft natürlich keine Fremde, sondern innerhalb von Gruppen, hört man den Spruch nun ab und an mal. Und klar, es referriert auf die Krim-Krise.

russische Panzer im museum

Vielleicht hat es der Spruch bald in den Mainstream geschafft, ich finde es gar nicht schlecht, muss ich sagen. Ein solches Verhalten passt halt gefühlt tatsächlich nicht mehr ins 21. Jahrhundert, wie das Merkel ausdrückte. Aber eigentlich stimmt das nicht – Politik war schon immer ein Machtspiel und Macht bedeutete auch schon immer militärische Macht. Das wird sich auch im 21. Jahrhundert nicht ändern. Vielleicht besser versteckt, wobei sich auch hierzulande manche Politiker nicht mehr die Mühe machen, so zu tun, als ob.

Doch etwas hat sich geändert, da die Welt besser vernetzt ist, kann man schneller reagieren. Was an der Börse zu Paniken führt und die Kurse inzwischen weltweit davon beinflusst sind. Und der DAX ist gefallen gestern – ein wahres Schlachtfest. Auch in Russland ist die Börse betroffen.

Ein Schelm wer Böses denkt und die Börse mit Russland, respektive Putin in Verbindung bringt. Er kann ja mit dieser Panik arbeiten, da er sie ja auslöst… Wenn man die Panzer in der Hand hat und wartet bis die Kurse weit unten sind, kann mit dem Abzug die Kurse steigen lassen. Wer Clever ist, der nutze den Preisunterschied und kauft billig ein und verkauft sie teuer wieder. Mit genügend Geldeinsatz, kann man da durchaus auch eine Militärübung bezahlen, oder?

14. März 2014 in Politik & Medien, Wirtschaft

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