Ringelblume für Haut & mehr

Die Ringelblume ist als Blume einigermaßen interessant, aber ihre Wirkstoffe sind sehr attraktiv.

Die Ringelblume gehört in jede Naturapotheke im Garten, denn ihre Eigenschaften sind überragend – vor allem bei der Wundheilung. Man darf sie nur nicht mit Tierfett kombinieren, das ergibt unschöne Oxidationseffekte.

Ringelblume

Ringelblume

Sie blüht aber zumindest das ganze Jahr und wird daher auch Sonnenbraut genannt. Vielleicht auch wegen der orangefarbenen Blätter, die viel Carotinoid enthalten. Wenn man die Blume entfernt, wächst übrigens eine zweite nach. Die Ringelblume wächst auch auf kargem Boden noch recht gut: anspruchslos und gibt so viel 🙂

Wirkstoffe in der Ringelblume

Die Ringelblume ist in Sachen Hautheilung so wichtig wie die Kamille. Gemeinsam sind sie auch am häufigsten als Tee oder als Salbe anzutreffen. Und die Ringelblume hat viele Wirkstoffe, die dem Menschen ein Wohlgefallen sind.

Das Orange kommt vom den Wirkstoff Carotinoid (Lutein). Es ist derselbe Stoff der das Eigelb produziert oder die Farbe der Karotte oder der Tomate vergibt. Der Mensch braucht es bei der Bildung von Vitamin A und die Volksweisheit weiß, das man damit besser sehen kann.

Des Weiteren finden sich Schleimstoffe (Polysaccharide) in der Pflanze, die das Immunsystem des Menschen stimulieren, sowie Flavonoide. Allantoin, das oftmals in der Kosmetik zum Einsatz kommt, hilft bei der Zellerneuerung der Haut und gegen starkes Schwitzen. Die Ringelblume ist wegen der guten Heilungsförderung bekannt und begehrt, denn sie unterstützt auch die Fibrinbildung (Teil der Blutgerinnung). Gegen Pilzbefall (Trichomondaden) helfen die pflanzeninternen Triterpensaponine.

Aber die Wirkstoffe helfen auch gegen Herpes und sind antibateriell. Sie wird häufig bei Gefäßbeschwerden eingesetzt, da die Inhaltsstoffe der Ringelblume auch antiödematös wirken. Die Wirkstoffe dringen ins Innerste vor und sind auch stark entzündungshemmend. Die Anwendungsgebiete sind sowohl innerlich als auch äußerlich – wie erwähnt, zumeist als Tee oder Salbe, aber auch als Tinktur oder als Essenz.

Man kann es auf die Haut oder die Wunde schmieren oder als Sitzbad äußerlich wirken lassen. Viele gurgeln den Tee bei Entzündungen im Mund oder Rachenbereich.

Zuweilen dienen die pflanzlichen Wirkstoffe bei der Wundheilung in den Venen, nach einer Kaiserschnittgeburt, bei Brustdrüsenentzündungen oder bei Verbrennungen. Selbst die Pickel, aber auch Abszesse oder Erfrierungen werden des Öfteren mit Ringelblumen behandelt. Vor allem wenn die Haut mal nicht so gut heilt, bei Narbenbildung oder wenn die Haut rissig und die Lippen trocken sind. Selbst bei einer Bindehautentzündung ist sie hilfreich. Die gute Verträglichkeit macht sie auch ideal für Kinder.

Die Volksweisheit bezichtigt die Ringelblume auch den Gallenfluss und den Lymphabfluss zu fördern, das ist aber bisher noch nicht wissenschaftlich erwiesen – kann aber noch kommen. Offenbar hilft es aber auch gegen die Tumorbildung mit einer Erhöhung der Phagozytose. Selbst bei Verbrennung durch eine Strahlentherapie bedient man sich der Ringelblume.

Einen Tee aus Ringelblumen macht man aus zwei Teelöffel der getrockneten Pflanze und eine Tasse kochendes Wasser. Nach sieben Minuten ist er fertig. Und Oma hatte noch einen heißen Tipp: Drei Mal am Tag der frische Saft von Knoblauch und der Ringelblume auf die entzündliche Stelle und es heilt viel schneller.

Die Blume sammelt man übrigens am Besten zur Mittagszeit, da sind die Säfte oben. Zwar reagieren manche auf darauf mit Allergien, aber der Blütenkorb und der Stengel enthält mehr Wirkstoffe als die Blätter, die wohl keine Allergien auslösen.

16. Oktober 2017 in Gesundheit, Natur

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