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	<title>EINE WELT - EINE ZUKUNFT &#187; Frauen</title>
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		<title>Afghanische Mädchen als Jungen verkleidet</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Sep 2010 16:03:05 +0000</pubDate>
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&#8220;Osama&#8221; war der erste lange Spielfilm, der 2003 nach dem Ende der Taliban-Herrschaft in Afghanistan gedreht wurde. Die Darsteller sind Laien, die Hauptfigur ist ein junges Mädchen, das sich als Junge verkleidet durch eine von Männern dominierte Welt schlägt. Der Regisseur und Drehbuchautor Siddiq Barmak wurde für seinen Film in Cannes gefeiert und erhielt anschließend [...]]]></description>
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</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=GRkc6BoDdKM">www.youtube.com/watch?v=GRkc6BoDdKM</a></p></p>
<p>&#8220;Osama&#8221; war der erste lange Spielfilm, der 2003 nach dem Ende der Taliban-Herrschaft in Afghanistan gedreht wurde. Die Darsteller sind Laien, die Hauptfigur ist ein junges Mädchen, das sich als Junge verkleidet durch eine von Männern dominierte Welt schlägt. Der Regisseur und Drehbuchautor Siddiq Barmak wurde für seinen Film in Cannes gefeiert und erhielt anschließend den Golden Globe in der Kategorie &#8220;Bester Ausländischer Film&#8221;.</p>
<p>Nun hat Jenny Nordberg für die New York Times das Thema in einer großen, spannenden Reportage aufgegriffen: <a href="http://www.nytimes.com/2010/09/21/world/asia/21gender.html">Afghan Boys Are Prized, So Girls Live the Part</a><span id="more-1378"></span></p>
<p>Unter dem sozialen Druck Söhne zu bekommen, verkleiden seit Generationen afghanische Familien ihre Töchter als Jungen und gewinnen so einige Jahre Ruhe und Bewegungsfreiheit. Die verkleideten Kinder haben Zugang zu besserer Bildung, können sich freier auf der Straße bewegen und ihre Schwestern begleiten. Die tägliche Maskerade wird mitunter abrupt aufgehoben, um die verkleideten Töchter zu verheiraten. </p>
<p>All dies geht gewiss nicht spurlos an den Verkleideten vorbei, mit positiven und negativen Begleiteffekten, wie die Reportage zeigt. Eine der porträtierten Mütter, Azita Rafaat, die ihre sechsjährige Tochter Mehran als Jungen aufwachsen lässt, war als Kind selbst verkleidet. Heute sitzt sie als eine der wenigen weiblichen Abgeordneten im afghanischen Parlament und schreibt ihre Durchsetzungsfähigkeit im Umgang mit Männern auch ihren Kindheitserfahrungen zu. Sie hofft, dass ihre Tochter noch einige Jahre die Verkleidung aufrecht erhalten möge, um sich noch einmal zur Parlamentswahl stellen können, ehe sie dem gesellschaftlichen Druck erliegt und erneut versuchen muss, einen Sohn zu bekommen.</p>
<p>Die Reportage der New York Times finden Sie hier: <a href="http://www.nytimes.com/2010/09/21/world/asia/21gender.html">Afghan Boys Are Prized, So Girls Live the Part</a><br />
Die deutsche <a href="http://www.osama-derfilm.de/">Website zum Film Osama</a> und der gesamte <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-3479705985908840740#">Film als Google-Video</a></p>
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<p>Verwandter Beitrag: <a href="http://www.einewelteinezukunft.de/2010/764/diskussion/genderzid-gendercide-mehr-als-100-millionen-madchen-weltweit-verschwunden/">Genderzid -- Mehr als 100 Millionen Mädchen weltweit verschwunden</a></p>
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		<title>Genderzid &#8211; mehr als 100 Millionen Mädchen weltweit verschwunden</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die britische Wochenzeitschrift The Economist widmet seine Ausgabe in dieser Woche einem Titelthema, dass der Gender-Debatte eine neue Schärfe verleiht: Gendercide. (www.economist.com)
&#8220;Stellen Sie sich vor&#8221;, heißt es, &#8220;Sie sind die eine Hälfte eines jungen Paares, welches sein erstes Kind erwartet und in einem schnell wachsenden armen Land lebt. Sie sind Teil der neuen Mittelklasse, Ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die britische Wochenzeitschrift <em>The Economist</em> widmet seine Ausgabe in dieser Woche einem Titelthema, dass der Gender-Debatte eine neue Schärfe verleiht: Gendercide. (<a href="http://www.economist.com/opinion/displayStory.cfm?story_id=15606229">www.economist.com</a>)</p>
<p>&#8220;Stellen Sie sich vor&#8221;, heißt es, &#8220;Sie sind die eine Hälfte eines jungen Paares, welches sein erstes Kind erwartet und in einem schnell wachsenden armen Land lebt. Sie sind Teil der neuen Mittelklasse, Ihr Einkommen steigt, Sie wollen eine kleine Familie. Doch traditionelle Sitten beherrschen die Welt um Sie herum, insbesondere was die Vorliebe für Söhne gegenüber Töchtern betrifft. Vielleicht ist harte körperliche Arbeit noch immer vonnöten um die Familie zu ernähren. Vielleicht kann nur ein Sohn Grund und Boden erben. Vielleicht ist eine Tochter dazu bestimmt bei der Hochzeit Teil einer anderen Familie zu werden aber Sie wünschen sich jemanden, der sich um Sie kümmert, wenn Sie alt sind. Vielleicht braucht sie eine Mitgift.</p>
<p>Jetzt stellen Sie sich vor, sie haben gerade eine Ultraschall-Untersuchung hinter sich. <span id="more-764"></span>Diese kostet 12 Dollar, aber das können Sie sich leisten. Der Ultraschall-Scan sagt, das ungeborene Kind sei ein Mädchen. Sie selbst hätten lieber einen Jungen. Der Rest Ihrer Familie schreit förmlich danach. Sie würden es sich nie träumen lassen ihr kleines Töchterchen zu töten, wie sie es draußen in den Dörfen tun. Aber Abtreibung scheint etwas ganz anderes zu sein. Was tun Sie?&#8221;</p>
<p>In einigen Ländern, wie etwa in China oder im Norden von Indien, haben solche oder ähnliche Szenarien bereits dazu geführt, dass für 100 Mädchen durchschnittlich mehr als 120 Jungen geboren werden. Der &#8220;natürliche&#8221; Überhang liegt bei nur 105. Insofern scheint das Wort Genderzid durchaus angebracht. Millionen Frauen und Mädchen fehlen weltweit, sie wurden abgetrieben, getötet oder bis zum Tode vernachlässigt. Bereits 1990 schätzte der indische Wirtschaftswissenschaftler Armatya Sen ihre Zahl auf 100 Millionen. Es dürften inzwischen deutlich mehr sein.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><img title="Quelle: The Economist 2010" src="http://media.economist.com/images/images-magazine/2010/10/IR/201010IRD003.jpg" alt="" width="290" height="428" /><p class="wp-caption-text">Quelle: AFP/ UN / The Economist 2010</p></div>
<p>Die Vorliebe für Jungen ergibt sich aus einer Verbindung von überkommenen Traditionen und moderner Lebensweise, die kleine Familien bevorzugt. War es in früheren Großfamilien noch wahrscheinlich, dass irgendwann auch ein Sohn geboren würde, der das elterliche Haus erbte, scheint man dieser Vermutung in heutigen Familien mit nur einem oder wenigen Kindern keinen Glauben mehr zu schenken. Umgekehrt können Wohlstand und Bildung allein das Problem nicht stoppen. In China und Indien sind insbesondere die reichen und gut ausgebildeten Regionen jene mit den zahlenmäßig dramatischsten Geschlechterverhältnissen. Selbst in reichen Ländern wie Taiwan und Singapur zeigt sich das Problem. Insofern kann Chinas Ein-Kind-Politik nur als ein Aspekt jedoch nicht als alleinige Ursache des Übels angesehen werden.</p>
<p>Südkorea hat einen möglichen Weg aufgezeigt und konnte die Entwicklung bereits in den 1990er Jahren umkehren. Alle noch immer betroffenen Länder müssen die Wertschätzung für Frauen und Mädchen politisch fördern und unterstützen, um überkommene Traditionen aufzubrechen. Dazu gehört nicht nur, Frauen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen oder in China die Ein-Kind-Politik abzuschaffen. Es müssen auch gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Frauen und Mädchen das Erben ermöglichen. Außerdem müssen Frauen als Teil des öffentlichen Lebens wahrgenommen und anerkannt werden, und zwar im gesamten Spektrum von der Nachrichtensprecherin, über die Politikerin und Richterin bis hin zur Polizistin. Nur so kann langfristig einem fortgesetzten Genderzid entgegengewirkt werden.
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		<title>Melissa Maldonado</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 10:53:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Listen When She Talks&#8221;   ist ein Tanzstück von Melissa Maldonado, welches sie bei der Diskussionsveranstaltung   &#8220;Frauen auf dem Vormarsch?  Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern als ein Motor für Entwicklung&#8221; im Rahmen der Reihe EINE WELT -- EINE ZUKUNFT aufführte.








www.youtube.com/watch?v=RPLHqztd5IE

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>&#8220;Listen When She Talks&#8221;   ist ein Tanzstück von Melissa Maldonado, welches sie bei der Diskussionsveranstaltung   &#8220;Frauen auf dem Vormarsch?  Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern als ein Motor für Entwicklung&#8221; im Rahmen der Reihe EINE WELT -- EINE ZUKUNFT aufführte.<br />
</span></p>
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</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=RPLHqztd5IE">www.youtube.com/watch?v=RPLHqztd5IE</a></p>
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