TTIP & der Verbrauchendenschutz | Genveränderte Lebensmittel

Mit etwas stolz präsentierte der Landwirtschaftsminister einen Kompromiss, der meines Erachtens die Mißstände offenlegt.

Jaja, es gibt schon einen Grund, warum so viele Menschen dem Transatlantischen Freihandelsabkommen – kurz TTIP – skeptisch gegenüber stehen. Die Transaparenz und die Esskultur wird in Europa eben doch anders gehandhabt, als in den USA.

Getreidefeld

Der Landwirtschaftsminister kam aus den USA zurück, wo er über das Abkommen verhandelte. Dabei ergab sich ein Kompromiß, der m.E. faul ist, auf den aber der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) recht stolz war.

In den USA will man partout diese Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Produkten verhindern, das ist ja die Kritik daran. Der neue Kompromiß sieht vor, dass die interessierte Kundschaft einfach mit dem Smartphone das Produkt scannen kann und dann erkennt, ob derartiges enthalten ist.

Warum will man es nicht einfach draufschreiben, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel enthalten sind? Weil es dann vermutlich niemand kaufen würde? Und wie kann man den Kunden trotz offenlegung daran hindern? Richtig, mit viel Aufwand für die gewünschten Informationen. Wer scannt denn bitte jedes Lebensmittel nach sowas? Das ist höchst unpraktikabel!

Und wenn das erstmal Schule macht, muss man als Kunde im Supermarkt 10 Apps installieren, um über alles informiert zu werden. Das ist eine absichtliche Behinderung, und sollte m.E. als Beleidigung aufgefasst werden. Das ist ja wohl auch eine Verarschung!

Aber vielleicht steckt ja noch mehr dahinter? Diese Datensätze von Kundenverhalten kann man bestimmt zu Werbezwecke nutzen?! Oder man verkauft sie an den NSA, den interessiert das bestimmt auch… Zumindest würde mich das nicht (mehr) wundern.

Das ist doch der Beweis (zumindest für mich), dass die USA die europäischen Standards in den USA unterlaufen will.

Das ist also unser Landwirtschaftsminister?! Na dann „A guate Noacht“, wie man in Bayern sagt…

6. Januar 2015 in Politik & Medien, Story-Kommentar, Wirtschaft

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