Überlegenheitsgefühl | Sicherheitspersonal in Asylheimen

Warum ist das passiert, dass Asylbewerbende vom Sicherheitspersonal gedemütigt worden sind? Eine gewagte These?!

Ich denke es ist das Überlegensheitsgefühl in Kombination mit Bildungsarmut, die die skandalöse Szenerie von Sicherheitspersonal in Asylheimen begünstigt hat. Jetzt kann man sagen, dass dort offensichtlich viele Nazis unterwegs sind – auch das ist wohl zumeist auf eine schwache Bildung zurückzuführen.

Stacheldrahtzaun

Die Bilder von den Asylbewerbenden, die vom Sicherheitspersonal bedrängt und gedemütigt werden, ist ein Skandal und eigentlich, da muss ich der Polizeigewerkschaft recht geben, ist die Polizei für die Sicherheit zuständig. Wir haben ja alle qua Geburt einen Gesellschaftsvertrag unterschrieben, in dem wir das Gewaltmonopol an den Staat übergaben. Der schlanke Staat – das neoliberale Konstrukt – hat solche Kernaufgaben privatisiert und was dabei heraus kommt, dürfte jetzt wohl jedem klar sein.

Der psychologisch Effekt, dem ich mich hier widmen möchte, ist aber das Gefühl von Überlegenheit. Diesen Effekt hatte einst das Stanford-Prison-Experiment schon bewiesen, das vorzeitig abgebrochen werden musste, da man zunehmend die Konrolle darüber verlor. Damals wurde eine Gefängnissituation erstellt, die Probanten wurden in Gefangene und Wärter aufgeteilt und aufeinander losgelassen. Man wollte das soziale Verhalten analysieren und musste schnell feststellen, dass die Wärter leicht sadistisch geworden waren.

Asylheime sind ja Quasi-Gefängnisse und diese Situation muss geändert werden. Wir dürfen diese Leute erst gar nicht in diese Situation bringen! Dafür muss man natürlich mehr Geld ausgeben, als es das Wegsperren kostet, kann aber auch wirtschaftlich viel bringen. Ich verweise auf die Hugenotten in Berlin… Doch viele wollen das nicht, die heutige NTV Umfrage zeigt, dass über 80 Prozent nicht mehr Geld für Asylbewerbende ausgeben wollen. Da tat sich sogar der Sprecher schwer, das einigermaßen positiv darzustellen, um nicht seine eigenen Zuschauenden zu beleidigen – denn was hier offensichtlich ist, ist der Gedanke „wir“ zuerst kommen, wir stehen über den anderen die hier hergeflüchtet sind und das dafür gibt es ein anderes Wort…

30. September 2014 in Kultur & Zuhause, Story-Kommentar

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