Verkaufsorder und der wirkliche Verkauf

Der Handel an der Börse besteht aus Kaufen und Verkaufen – aber wenn niemand das Papier will, kann man es nicht verkaufen.

Wer Aktien hat lebt nicht nur von der Dividende, auch der Kurs muss steigen und wenn man sich öfter damit beschäftigt und nicht langfristig anlegt, der will auch mal Gewinne mitnehmen und verkauft Aktien, doch auch wenn man will, es klappt nicht immer!

Continental Tageschart Juni

Ich möchte es an meinem Beispiel erklären: Ich habe Aktien von TRW gekauft und die laufen eigentlich ganz gut, aber es wird Zeit Gewinne mitzunehmen und ich wollte sie verkaufen. Nach einer Analyse kam ich zu dem Schluss, dass der Kurs bis 65 Euro steigen wird. Gesagt, getan, habe ich eine Verkaufsorder eingestellt, falls ich nicht schnell genug am Rechner sein kann – sollte es zu stark steigen, kann man die Verkaufsorder ja noch herausnehmen. Aber ich wollte verkaufen und es wäre auch gut gewesen, denn jetzt sinkt der Kurs wieder.

Und der Kurs von TRW hat 65 Euro erreicht – aber die Order wurde nicht ausgelöst! Warum nicht? Einfach gesagt: Es gab keinen Käufer. Ja, der Handel an der Börse ist Kaufen und Verkaufen – doch es muss auch jemand da sein, der es zu dem Preis wirklich kauft. Ist der nicht da oder sind es schlicht zu wenige Käufer, wird man seine Aktien womöglich nicht los.

Das gilt für das Verkaufen wie für das Kaufen gleichermaßen, man muss schnell sein – aber vor allem muss es einen geben, der kaufen oder verkaufen will.

Ich als Kleinanleger stehe gegenüber großer Firmen, die bessere Rechner, schnellere Leitungen und damit schneller sein können. Teilweise verlegen diese Unternehmen sogar ihre Server näher an die Börse, damit die Übertragung schneller gehen kann! Ja, es kommt auf Millisekunden an!

24. Juni 2014 in Börse

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