Von der Idee bis zur Realisierung

Alles beginnt mit einer Idee – doch wie geht es dann weiter? Was man bei Gründungen beachten sollte.

Viele Menschen haben eine geniale Idee und derzeit gibt es immer mehr Startups. Berlin gilt ja als Startup-Hauptstadt und dort haben die Menschen schon ihre Erfahrungen gemacht. Hier meine Sichtweise auf eine mögliche Vorangehensweise.

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Vor allen Vorbereitungen sollte man sich Gedanken machen, wie man die Idee vermarktet. Das bedeutet dann viel Aufwand, aber es sollte auch viel Freude machen. Eustress sozusagen.

Wenn man weiß, wie man die Idee monetarisieren kann, geht es darum Kooperationspartner zu finden. Dafür gibt es einige Möglichkeiten – von dem abendlichen Ausgehen bis zu entsprechenden Messen. Die sind zwar nicht so günstig, doch das kann man als Ausgabe vom Gewinn abziehen. Später muss man sich ja noch um die Steuer kümmern, wobei ich empfehle, das zumindest im ersten Jahr selbst zu machen. Das ist zwar ein unbeliebter Job, jedoch muss man auch das mal gemacht haben und man hat danach einen besseren Überblick über das Geschäft und die Zahlen. In Berlin gibt es etliche Treffen von Startups, da empfiehlt es sich ebenfalls hinzugehen, denn dort findet man Gleichgesinnte, wenn auch nicht unbedingt aus derselben Branche. Aber die Anfangsschwierigkeiten unterscheiden sich in der Regel nur wenig bei Unternehmen, egal aus welcher Branche.

Wenn man sich dann ausgetauscht hat (wobei die Kontakte erhalten bleiben), muss man – auch für die Ämter und Institute für den Gründungszuschuss – einen Businessplan erarbeiten. Der ist relativ aufwändig, denn darin muss man abschätzen, wie sich das Geschäft entwickelt. Wo ist die Kundschaft, wie kann ich sie erreichen und wie hoch könnte der Absatz sein. Daneben die Aufstellung, wie sich die Kosten zusammen setzen.

Das ist der große Rahmen, im kleinen betriebswirtschaftlichen Bereich geht es nach der Idee zur Umsetzung. Und das beginnt mit einem Entwurf. In der Software-Branche sagt man dazu ein Mock-Up, also eine Zeichnung, wie beispielsweise die Homepage aussehen soll – wo man wie was anklicken kann und wo ist der große Verkaufsbutton.

Darauf folgt ein Prototyp und dieses Verfahren heißt Prototyping – wer hätte es gedacht. Je nach Branche versteht man darunter was anderes. In der Software ist es die Alphaversion eines Programms, was im Beta-Test dann von Außenstehenden getestet wird.

Außerhalb der Digitalen Welt, braucht es ebenfalls Prototypen – man denke nur an die Autos, die dann auch als Conceptcar daher kommen und eben Prototypen sind. Das Prototyping ist der Prozess zum Herstellen eines Prototyps. Und ein Prototyp kann sogar Geld sparen! Denn wenn man sich ein solches Teil herstellt oder was ebenfalls viele machen, sich einen Prototypen herstellen lassen, kann man das Objekt testen. Es gibt Unternehmen die sich darauf spezialisiert haben, wie beispielsweise Frimo. Allerdings kann man heute mit einem 3D Drucker ähnliche Prototypen herstellen.

Man kann sich zwar viel überlegen, aber letztlich gibt es Dinge, die man nicht bedacht hat. Außerdem ist die Usability ein sehr wichtiger Faktor, was mit einem Prototypen ebenfalls getestet werden kann. Denn wenn ein Produkt zwar gut ist, aber sich nicht bedienen lässt, erhöht das den Frust-Faktor und damit endet solch ein Gerät nicht selten an der Wand des frustrierten Kunden.

Klar ist, dass man in den ersten Jahren zurückstecken muss. Ich denke die ersten fünf Jahre lebt man auf sehr kleinem Fuß und sollte sich Luxusgüter oder Urlaubsreisen erstmal klemmen. Das Geld sollte man in das Geschäft investieren.

Zuletzt muss man sich natürlich auch eine Gesellschaftsform überlegen. Als Einzelunternehmen zu beginnen hat Vorteile, man muss keine Mehrwertsteuer ausweisen solange man gemäß des Paragraphen 19 nicht über 17.500 Euro Einnahmen kommt. Die anderen Gesellschaftsformen sind beispielsweise OHG (Offene Handelsgesellschaft), KG (Kommanditgesellschaft) und GBR (Gesellschaft Bürgerlichen Rechts) – hierbei haftet man mit seinem Privatvermögen. Sonst muss man eine GmbH (Gesellschaft mit begrenzter Haftung) gründen. Dafür braucht man 25.000 Euro Startkapital und haftet dann damit.

13. Mai 2016 in Story-Kommentar, Wirtschaft

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  1. Eine eigene Idee umsetzten › Jetzt baue ich selber - Eigenbau zu Hause - 20. Mai 2016

    […] Selbst gestalten können Jungunternehmer auch ihre digitale Darstellung, die sowohl über Stand- als auch mobile Endgeräte erreichbar sein muss. Die eigene Homepage lässt sich mit gängigen Programmen in wenigen Stunden realisieren. Darzustellen ist ein Prototyp der eigenen Idee. Dabei kann es sich um ein materielles Objekt oder um eine geistige Verwertbarkeit handeln. […]

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