Vorschusszinsen | Strafzinsen bei Sparbüchern

Etwas antiquiert wirkt zunächst einmal, dass man Vorschußzinsen zahlen muss, wenn man sein Sparbuch belasten möchte, schließlich ist es mein Geld.

Wenn man auf der Bank ein Sparbuch hat, womit man jedes Kind belabert – es solle sich eines besorgen, dann bekommt man darauf zwar mehr Zinsen als auf ein Girokonto, hat jedoch meines Erachtens ein oder zwei entscheidende Nachteile.

Sparbuch und die Strafzinsen

Vorschusszinsen, oder wie ich sie gerne nenne „illegale Strafzinsen“, sind prozentuale Anteile, wenn man „zuviel von seinem eigenen Geld“ (meist 2.000 Euro) von seinem Sparbuch abheben möchte. Auf dem Girokonto gab es diese Strafzinsen auch mal, doch schon vor langer Zeit für illegal erklärt. Beim Sparbuch handelt es sich ja nicht um Durchgangszahlungen, sondern um Geldanlage.

Doch die Zinsen die man derzeit auf einem Sparbuch kommt, sind so niedrig, dass man sein Geld Monat für Monat kaputt macht, weil die Inflation ja größer ist das die Zinsrendite. Dennoch ist es mein Geld, wenn es auf meinem Konto ist und ich kann nur 2.000 Euro verfügen. Dieses Relikt gilt es abzuschaffen. Auch wenn das Geld nur eine Sekunde dort abgeparkt wird, unterliegt es dieser Grenze.

Natürlich sind die Strafzinsen weit höher als die eingebrachten Zinssätze, denn sie liegen in der Regel so bei 2 Prozent, was derzeit nicht mal mehr die Tagesgeldkonten hergeben, wo man jederzeit über sein Geld verfügen kann!

Ein klarer Nachteil gegenüber anderen Geldanlagen, und das wollen wir für unsere Kinder?

[Bildrechte bei  FuFuWolf via Flickr / CC Lizenz]

26. Februar 2013 in Börse, Spartipps, Wirtschaft

One Response to Vorschusszinsen | Strafzinsen bei Sparbüchern

  1. Martin Hark 27. Juli 2013 at 13:56 #

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit diesem Thema – hier vor allem mit herkömmlichen Geldanlagemöglichkeiten bzw. Sparformen. In Bezug auf die Geldanlage existiert eine immense Anzahl an möglichen Anlageprodukten. In der Regel wird jedoch oftmals auf die Grundprodukte – Sparbuch, Bausparen – vergessen. Gerade in solch turbulenten Zeiten wie wir uns derzeit befinden, gewinnen diese Produkte wieder mehr an Bedeutung. Im Bezug auf den Kapitalmarkt muss man feststellen, dass es die risikolose Rendite nicht gibt – nie gegeben hat – bei der aktuellen Zinslage, hier vor allem in Anleihenbereich,kann man von einem zinslosen Risiko sprechen. Die herkömmlichen Sparformen stellen deshalb aus meiner Sicht die wichtigsten Sparprodukte dar, die jedermann besitzen sollte – erst nachdem dies der Fall ist – kann / sollte in andere Asset-Klassen investiert werden!

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