Wirtschaftsinnovation Cannabis-Handel

Für Innovationen wird viel Geld ausgegeben, dabei gibt es schon einen großen Markt der ein Wirtschaftswachstum in sich birgt: Der Handel mit Cannabis Produkten, also Legalisierung.

Dass Haschisch und Konsorten keine harte Drogen sind, wie beispielsweise Alkohol, ist inzwischen selbst bis zu den konservativ-denkenden Menschen durchgedrungen. Gerade die Studie unter Horst Seehofer (CSU) ergab, dass die Einstiegstherorie anzuzweifeln sei. Warum also das Verbot?

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Wenn man doch ein kleines Wirtschaftwunder mit deren Legalisierung bewerkstelligen könnte. Führende Expertisen weltweit sehen in der Legalisierung mehr Vorteile, als in der Beibehaltung der Repressionspolitik; sowohl soziologisch qua Entkriminalisierung, als auch wirtschaftlich.

Der Markt für Cannabis existiert und zwar bis in die kleinsten Städte und die meisten Menschen haben hierzulande (je nach Alterskohorte) kein Problem damit, viele haben es sogar selbst schon ein Mal ausprobiert – nur gepafft, nicht inhaliert, wie einst der damalige US-Präsident Bill Clinton, versteht sich.

Die Illegalität befördert den Umsatz des illegalen Handels und damit gibt es einen Wirtschaftszweig in einen sehr hohen Umsatzbereich, von dem der Staat kein bisschen profitiert. Im Gegenteil, für den Kampf gegen Cannabis werden Millionen Euro ausgegeben, ohne erkennbaren Nutzen und aus meiner Sicht, ohne erkennbaren Sinn.  Hier eine interessante Rechnung dazu.

In einzelnen US-Bundesstaaten und auch in Uruguay wurde der Handel mit Cannabisprodukten erlaubt und der Effekt ist deutlich. Die Einnahmen der Händler, die legal sind und Steuern zahlen, sind genausogewachsen wie die Staatseinnahmen, ob der Steuern auf den Handel selbst.

In Uruguay steigt das Bruttoinlandsprodukt von ca. 56,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet) im Jahr 2013 auf 58,3 Milliarden US-Dollar für 2014, so eine Prognose von Mai diesen Jahres. Auch wenn das Wirtschaftswachstum damit etwas gefallen sein wird, liegt es zwischen drei und vier Prozent höher als in Deutschland. Aber bei jedem Gramm verkauften Cannabisprodukten verdient der Staat Uruguay mit  und zwar 25 Prozent. Mit den Einnahmen baut man neue Schulen.

Vermutlich (so meine Interpretation) war die Legalisierung ein Grund die Wirtschaft zu befeuern und die Polizeiausgaben zu senken, denn Uruguay gilt als Verteilungszentrum Südamerikas und jede vierte Person des Landes arbeitet in öffentlichen Ämtern.

 Im US-Bundesstaat Colorado macht der Handel damit einen Umsatz von fast 600 Million US-Dollar – das sind Einnahmen für Colorado von 67 Millionen US-Dollar. Der Bundesstaat Washington folgte und weitere US-Staaten wollen nun mitmachen, denn das Geschäft kann man sich nicht entgehen lassen. In fünf Jahren sieht man einen Umsatz von 10 Milliarden US-Dollar in den USA, nach anderen Zahlen soll es auf unrealistische 150 Milliarden US-Dollar steigen. In den USA ist es nur noch ein großes Problem, nach Bundesrecht ist es illegal und darf nicht gehandelt werden. Daher müssen alle in bar bezahlen…

Ich denke die Legalisierung würde mehr Wirtschaftswachstum fördern als das Handelsabkommen mit der USA.

18. Oktober 2014 in Politik & Medien, Story-Kommentar, Wirtschaft

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