Kreuzfahrtschiffe für die Rohingya-Deportierten

Die brachliegenden Kreuzfahrtschiffe könnten den Deportierten in Asien helfen.

Eigentlich ist diese Idee schnell erzählt: In Südostasien sind ca. 100.000 Menschen, die Hilfe brauchen, weil sie ertrinken könnten. Und in Europa liegen etliche Kreuzfahrtschiffe brach, da wegen Corona keine Schiffsreisen stattfinden. Jetzt ganz objektiv betrachtet, da kann man doch was draus machen, oder?

Ist es nicht so, dass gerade eine Menge Geld ausgegeben wird, um Menschen hierzulande zu retten. Wenn die demokratischen Staaten zusammenlegen, dürfte es nicht so viel kosten, ein paar Kreuzfahrtschiffe anzuheuern, um die Deportieren von Bangladesch aufzunehmen. Die Regierung von Bangladesch will diese Volksgruppe loswerden. Sie haben schon eine gewalttätige und brutale Vertreibung erlebt, nun werden sie auf eine Insel gebracht, auf der sie zur alljährlichen Monsunzeit untergehen, und diese dauert regelmäßig ein Drittel des Jahres an. Die Insel ist neu und gilt als nicht bewohnbar, weil sie zur Regenzeit untergeht.

Es ist so offensichtlich, was dort passiert, dass es in der Geschichte nicht sehr weit hinter dem Holocaust nachsteht. Man setzt eine Menschengruppe aufgrund ihrer Religion zum Sterben auf eine Insel aus. Das ist nicht so menschenverachtend, wie sie zu erniedrigen, ausbeuten und zu ermorden, aber es geht in dieselbe Richtung.

Die Insel: Kutapalong, die ungeliebte Minderheit: die Rohingya (die man in Bangladesch nicht so bezeichnen darf) und die vor Jahren aus Myanmar vertrieben wurde.

Ich höre schon das Lamentieren der rechtsgerichteten Egoisten. Aber es ist ganz einfach, es sind Menschen. Migration wird in den nächsten Jahren zunehmen. Es wird Zeit sich mit dem Gedanken anzufreunden, schließlich geht es um Menschenleben! Es wäre doch die einzige denkbare Möglichkeit, so viele Menschen aufzunehmen.

Sicherlich könnte man auch Bangladesch zu überzeugen versuchen. Aber da muss man Myanmar und viele andere Staaten, wegen so viel Unmenschlichem, was vor sich geht – EU eingeschlossen – bestrafen. Dieses Mittel sollte undemokratischen Ländern vorbehalten bleiben. So meine Meinung.

4. Dezember 2020 in Politik & Medien

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